Handball Der VfL bleibt Tabellenführer, doch Coach fordert Steigerung

Trainer Frederick Griesbach (links) bleibt mit dem VfL auf Erfolgskurs. Beim Pfullinger Sieg in Willstätt fand der kritische Coach allerdings noch jede Menge Verbesserungsbedarf.
Trainer Frederick Griesbach (links) bleibt mit dem VfL auf Erfolgskurs. Beim Pfullinger Sieg in Willstätt fand der kritische Coach allerdings noch jede Menge Verbesserungsbedarf. © Foto: Baur
Willstätt / Wolfgang Gattiker 03.09.2018

Zweiter Sieg im zweiten Spiel, plus 20 im Torverhältnis und damit Tabellenführer der 3. Handball-Liga Süd. Der VfL Pfullingen siegte beim Neuling TV Willstätt mit 35:30, aber Trainer Frederick Griesbach war nur mit dem Ergebnis zufrieden.

Mehr Spielkultur erwünscht

Der neue Coach fordert viel mehr spielerische Elemente. Es war ein Arbeitssieg in einem  rassigen Kampfspiel. Dabei fehlte neben Thiemann, Keupp und Jabot auch Paul Prinz (krank) bei den Gästen. Auch VfL-Torwart Becker und Möck waren die ganze Woche krank, aber dabei, während Axel Goller wieder auflief. In der ersten Halbzeit sahen die Fans ein ausgeglichenes Spiel, kein Team kam mehr als zwei Tore weg. Zur Pause stand es 16:16. Jörg Hertwig, der Sportliche Leiter der Pfullinger, meinte: „Unsere Deckung ist nicht  aggressiv, muss besser werden. Schliedermann machte uns als fünffacher Torschütze zu schaffen.“

Der Ex-Pfullinger wurde von zehn Familienmitgliedern unterstützt. Es blieb spannend, ging hin und her, kein Team setzte sich ab. Der Neuling aus Südbaden führte 23:21 (46.), dann stand es 25:27, ehe die Gäste über 27:28 mit drei Toren zum 27:31 (52.) die Entscheidung herbeiführten.

VfL-Linksaußen Marc Breckel erzielte das 35. und letzte Tor – sein zehntes, er damit war der Top-Shooter.

Trainer Frederick Griesbach war mit dem Sieg zufrieden, nicht mit der Leistung. Er bilanzierte: „Das war das erwartete Kampfspiel, wir mussten alles zeigen und abrufen, brachten aber Schliedermann nicht unter Kontrolle. Torwart Schlipphak holte einige Dinger raus. Vorne suchten wir viel zu früh den Abschluss, es fehlte die Power. Wir spielten mit Handbremse, boten keinen guten Handball. Der Sieg kam wegen des großen Kampfgeists zustande. Mängel gab es in der Chancenverwertung, es war kein Spielfluss über rund 40 Minuten vorhanden.“

Der kritische Trainer meinte weiter: „Wir haben zwei Punkte, das ist erfreulich. Marc Breckel erzielte zehn Tore, doch es hätten drei mehr sein können. Wir gewannen aber als Team, als Einheit, diese Tugenden müssen die Jungs immer abrufen und beherzigen. Das taten sie  meistens, der Teamspirit funktionierte. Es war nicht alles in Ordnung, das muss dringend aufgearbeitet werden.“

So spielten sie

TV Willstätt - VfL Pfullingen

30:35

TV Willstätt: Zolle – Fessler 2, Ludwig 4, Dodig 4, Markovic, Matzinger  3, Schliedermann 9, Durand, L. Veith, B. Veith 1, Jankowski 1, Schlampp 4,  Knezevic 2.
VfL Pfullingen: Schlipphak, Becker – Wittlinger 1, Breckel 10, Roth 6, Goller 3, Schmid 4, Möck 3, Haug, Nothdurft, Hertwig, Stahl 3, List 5/3.
Schiedsrichter: Geiss/Kretzler.
Siebenmeter: List vergab einen Strafwurf.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel