Söflingen Der Angriff auf Platz zwei für die TSG Söflingen ist möglich

MHA 28.02.2015
Vom Aufstieg wollen die Söflinger Handballer offiziell noch nichts wissen. Dabei ergibt sich vielleicht am morgigen Sonntag eine Möglichkeit zum Angriff.

Der Angriff auf Platz zwei in der Baden-Württemberg-Oberliga ist für die TSG Söflingen (29:13 Punkte) eröffnet: Selten waren die Voraussetzungen so gut wie an diesem Wochenende, haben doch die Handballer von der Donau morgen um 17 Uhr beim TSB Schwäbisch Gmünd eine lösbare Aufgabe und der Zweite TV Oppenweiler (31:11) hat heute (19.30 Uhr) bei der HG Oftersheim/Schwetzingen die deutlich höhere Hürde zu meistern.

Doch TSG-Handballchef Uli Gebhard will sich nicht mit dem Blick nach oben beschäftigen, sondern gibt zu bedenken: "Wir müssen nicht gewinnen. Der Sprung nach oben ist weder im Programm noch Teil irgendeiner Erwartung." Der Blick auf das Restprogramm von Söflingen und Oppenweiler zeige, "dass die Chance, den Zweiten noch aus dem Rennen zu werfen und den direkten Vergleich zu schaffen, fern jeder vernünftigen Realität liegt". Dabei haben die beiden Verfolger des fast uneinholbaren Spitzenreiters VfL Pfullingen (36:6 Punkte) in den noch ausstehenden neun Partien fast dieselben Gegner und spielen noch einmal gegeneinander - am 12. April in der Ulmer Kuhberghalle. Bei aller Bescheidenheit erscheint der Sprung auf den zweiten Aufstiegsplatz alles andere als utopisch - zumal Söflingen in der Rückrundentabelle aktuell vor Oppenweiler auf Rang zwei liegt.

Rein psychologisch ist es aus Vereinssicht aber natürlich sinnvoller, von Spiel zu Spiel zu denken und sich nicht mit Rechenspielen zu beschäftigen. Denn trotz seines elften Tabellenplatzes muss der kommende Gegner, TSB Gmünd, erstmal aus seiner eigenen Halle gefegt werden. Immerhin stehen die Gmünder in der Heimtabelle auf dem achten Platz. Und schon direkt nach der 20:34-Niederlage in Oppenweiler behauptete TSB-Trainer Michael Hieber, die Kräfte seien für das Heimspiel gegen die Söflinger geschont worden. "Da wollen wir ein enges Spiel", sagte der Coach vom Ostalbkreis. Das stachelt die TSG natürlich zusätzlich an, zumal sie sich für eine Anmerkung des Gmünder Managers Steffen Alt aus dem Ligaspiel im Vorjahr revanchieren will, das 33:27 für Söflingen endete: Söflingen hätte das Spiel in der Gmünder Halle nicht wirklich gewonnen, meinte der TSB-Chef damals.

Die Söflinger sind also an der Ehre gepackt, hitzig wird es in der "Großen Sporthalle" also allemal. Trotz einiger Grippe-bedingter Ausfälle im Training hoffen alle Akteure pünktlich zum Spiel fit zu sein. Und am Ende könnte der erste Teil des Angriffs auf den TV Oppenweiler erledigt sein: Das punktemäßige Gleichziehen mit Platz zwei.

Restprogramm

TV Oppenweiler (2./31:11 Punkte)

HGOftersheim/Schwetzingen (5./Auswärts)

TV Sandweier (10./Heimspiel)

SG Heidelsheim/Helmsheim (13./A)

SG Lauterstein (7./A)

TV Oberkirch (12./H)

TSG Söflingen (3./A)

TSV Deizisau (9.A)

TV Willstätt (4./H)

SG Heddesheim (16./H)

TSG Söflingen (3./29:13 Punkte)

TSB Schwäbisch Gmünd (11./A)

HG Oftersheim/Schwetzingen (5./H)

TV Sandweier (10./A)

TV Willstätt (4./A)

SG Lauterstein (7./H)

TV Oppenweiler (2./H)

TV Oberkirch (12./A)

TSV Deizisau (9./H)

MTG Wangen (14./A)