Göppingen Delikater Auftakt für Frisch Auf

Frisch-Auf-Kreisläufer Krezimir Kozina, hier im Pokal gegen Konstanz, will mit einem Sieg über Berlin in die Liga starten.
Frisch-Auf-Kreisläufer Krezimir Kozina, hier im Pokal gegen Konstanz, will mit einem Sieg über Berlin in die Liga starten. © Foto: Cornelius Nickisch
Göppingen / Harald Betz 23.08.2018
Der Hausherr will heute um 19 Uhr alles in die Waagschale werfen, um die Punkte zu behalten.

Es ist angerichtet, die Aufgabe delikat: Die Füchse Berlin, seit Mitte Mai Nachfolger von Frisch Auf als EHF-Pokalsieger und in der vergangenen Saison in beiden Bundesligapartien und im Europapokal-Halbfinale den Grün- Weißen überlegen, gastieren heute um 19 Uhr zum Bundesliga-Auftakt in der EWS-Arena. „Das ist eine harte Nuss“, gesteht Frisch-Auf-Trainer Hartmut Mayerhoffer, die er und seine Mannschaft in diesen 60 Minuten knacken wollen.

„Ein Trainer wünscht sich ja letztlich immer mehr Vorbereitungszeit, aber es ist auch gut, dass es jetzt los geht. Die Vorfreude auf den Ligastart ist da“, erklärt Mayerhoffer mit Blick auf das Auftaktspiel in eigener Halle. „Mit Berlin kommt eine der Top-Mannschaften in Deutschland, wir müssen eine Top-Leistung bringen“, weiß der neue Übungsleiter auf der Göppinger Bank, der nur auf den verletzten Tim Sörensen (Achillessehne) verzichten muss, womit Marco Rentschler auf Rechtsaußen weitgehend durchspielen wird. Mayerhoffer, der den Gästen um die deutschen Nationalspieler Silvio Heinevetter, Paul Drux und Fabian Wiede eine „enorme Qualität“ bescheinigt und zuletzt  mithilfe aktueller Videos das Füchse-Spielsystem durchleuchtete, will heute Abend mit seiner Defensive  verhindern, „dass die Berliner Stärken zum Tragen kommen“. Bei seinem eigenen Team sieht der 49-jährige Augsburger die Entwicklungsprozesse nach der intensiven sechswöchigen Vorbereitungsphase noch nicht abgeschlossen, „aber Einiges funktioniert“, wie auch der Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals am vergangenen Wochenende gezeigt habe. Von Vorteil könne bei einem solch hochkarätigen Gegner sein, dass vor dem ersten Ligaduell „jeder noch nicht weiß, wo er steht“.

Trainerkollege Velimir Petkovic, selbst lange bei Frisch Auf an der Auslinie im Einsatz, muss zum Auftakt mehrere Verletzungsausfälle und angeschlagene Spieler wegstecken, verweist aber dennoch auf eine gute Vorbereitung und Entwicklung des Vorjahres-Dritten, der sich im Pokalwettbewerb mit 37:23 gegen Drittligist Oranienburg und mit 33:26 gegen Erstliga-Absteiger TuS N-Lübbecke durchgesetzt hat.

Für Kresimir Kozina, selbst schon in Diensten des Klubs aus der Bundeshauptstadt, ist die Partie naturgemäß mit einem Schuss Extra-Brisanz versehen. „Es ist von besonderem Reiz, gegen seinen Ex-Verein zu spielen, zumal ich noch viel Kontakt zu den ehemaligen Kollegen habe“, verrät der frischgebackene Vater eines Töchterchens. Der 28-jährige Kroate, am Ende der vergangenen Saison von den Frisch-Auf-Fans zum Spieler des Jahres gekürt, will unbedingt die Punkte behalten und gibt einen Göppinger Vorteil aus seiner Sicht preis: „Die Berliner haben gute Spieler geholt, brauchen aber noch etwas Zeit. Unser Plus ist, dass wir besser eingespielt sind.“

Für die anschließende „After Work – Handball und Party“ mit Live-DJ im Foyer der Arena, eine neue Idee des Frisch-Auf-Managements für die Donnerstag- Spiele, wäre ein Heimsieg die richtige Voraussetzung. Im Vorfeld der Partie waren 3700 Tickets verkauft, an der Tageskasse (ab 17.30 Uhr) gibt es noch Plätze in allen Kategorien. „Wir Spieler wünschen uns eine volle Halle, das ist doch ein Kracher für die Fans“, erklärt Kozina und erinnert sich an seine Berliner Zeit: „In Göppingen aufzulaufen ist eine schwere Aufgabe für die gegnerischen Teams.“

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