Handball TSG Söflingen und das Gespenst des Abstiegs

Hat beim Söflinger Gegner wieder das Sagen: Wolfgang Funk. der neue Lautersteiner Trainer.
Hat beim Söflinger Gegner wieder das Sagen: Wolfgang Funk. der neue Lautersteiner Trainer. © Foto: Cornelius Nickisch
eb 13.01.2018
In der Vierten Handball-Liga geht’s am langen Tabellenende sehr eng zu: Die TSG Söflingen steckt mitten drin und muss gegen Lauterstein siegen. Auch der TSV Blaustein kann sich noch nicht sicher sein vor dem Auswärtsspiel in Weinsberg.

Betrachtet man die aktuelle Tabellensituation in der Baden-Württemberg-Oberliga zu Beginn der Rückrunde, kann man die Sorgenfalten auf der Stirn all derer, denen der Söflinger Handball auch nur halbwegs am Herzen liegt, schon von weitem erkennen. Die Liga ist im Prinzip zweigeteilt.

Am Sonntag muss die TSG Söflingen (12:20 Punkte) gegen die SG Lauterstein (11:19) ran. Das liest sich von der Tabelle her wie Not gegen Elend.  Dass die Ausgangssituation der Gäste vergleichbar suboptimal ist wie die von Söflingen, tröstet da nur wenig.

Nachdem das neue Gespann Lars-Henrik Walther und Jakob Weigandt erst zu Beginn der aktuellen Saison den Ex-Söflinger Stefan Klaus als Trainer Lautersteins abgelöst hatte, erklärten eben diese beiden nach einer Serie von fünf SGL-Niederlagen, die letzte davon sehr deutlich gegen Deizisau, im November überraschend schon wieder ihren Rücktritt vom Traineramt. Doch eine Lösung war schnell gefunden: Wolfgang Funk, in den Jahren ab 2002 schon einmal überaus erfolgreicher Trainer der Lautersteiner – es konnten vier Aufstiege gefeiert werden, den letzten davon im Jahr 2009 in die BWOL – trainiert seit November wieder, zusammen mit seinem Sohn Timo, der zugleich auch als Spieler für die SGL aufläuft, die Gästemannschaft.

Prompt konnten unter der Regie von Funk bei zwei Spielen ein Sieg gegen Herrenberg und gegen Schwäbisch Gmünd immerhin ein Unentschieden errungen werden. Söflingens Trainer Gábor Czakó muss mit seiner Mannschaft also insbesondere auf diese neuen Gegebenheiten bei den Gästen vorbereitet sein, offenbar hat der erneute Wechsel im Trainerstab der Gästemannschaft frischen Schwung in dieselbe gebracht.

Das Ziel für Söflingen kann aber ob der Tabellensituation nur sein, unbedingt zwei Punkte auf dem Habenkonto zu verbuchen. Czakó erwartet ein enges Spiel. Hierbei muss er aber weiterhin verletzungsbedingt auf Julius Hoffmann und Philipp Rauscher verzichten, hinter dem Einsatz von einigen weiteren Spielern, die unter der Woche kaum oder gar nicht trainieren konnten, steht zumindest ein Fragezeichen.

Insofern kann das Spiel morgen zusammen mit dem darauffolgenden weiteren Heimspiel gegen Schwäbisch Gmünd am 28. Janiuar durchaus als richtungsweisendes Schlüsselspiel bezeichnet werden.

Blaustein mit Rückenwind

Auf nach Weinsberg: Nach der fünfwöchigen Pause greift die Blausteiner Mannschaft um Kapitän Steffen Spiß morgen wieder ins Handballgeschehen ein. In der spielfreien Zeit konnten die Spieler ihren Akku etwas aufladen, so dass nun der Kampf um einen gesicherten Mittelfeldplatz beginnen kann. Die Tabellensituation zeigt, dass dieses Ziel nicht einfach zu erreichen ist, denn den Tabellenletzten und den Achten trennen nur drei Punkte. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Spieler fit, auf diesem Weg drücken die Blausteiner Jannik Staiger die Daumen für die OP am Montag.

Die Winterpause wurde auch dazu genützt, mit den Spielern Gespräche bezüglich der nächsten Saison zu führen. Hier sind die TSV-Verantwortlichen sehr froh, dass Ingo Behr von den Gebrüdern Spiss, Philipp Frey, Jan Behr, Patrick Rapp, Joshua Hoßfeld und Markus Hellmann die Zusage für die nächste Saison bekommen hat.

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