Böse Erinnerungen werden verdrängt TVA verlor im Vorjahr in Bittenfeld hoch

FRANK SCHÄFFNER 29.09.2012
Die Württembergliga-Handballer des TV Altenstadt kämpfen heute um 19.30 Uhr gegen Gastgeber TV Bittenfeld II und gegen böse Erinnerungen.

In der Bittenfelder Gemeindehalle wartet die zweite Mannschaft des Bundesligateams, das im Vorjahr den mit einem Rumpfkader angetretenen TVA-Handballern eine ihrer höchsten Saisonniederlagen beibrachte. Bittenfeld II trat mit dem vollständigen Kader an. Neben den starken Jungen Kienzle, Seiz und Lenz verstärkte der lange Ex-Bundesligaspieler Drobek das Team, während Altenstadt durch Knieverletzungen und studienbedingte Abwesenheit auf einigen Schlüsselpositionen geschwächt war und mit kleinem Kader anreiste. Für die hohe Auswärtsniederlage hat sich der TVA in der Michelberghalle mit einem fast ebenso hohen Sieg revanchiert.

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel heute sehen anders aus. Altenstadt verfügt über eine deutlich größere und besser eingespielte Mannschaft. Selbst bei der klaren Niederlage zuletzt in Flein lief der Ball gut, doch die Trefferquote muss deutlich verbessert werden. Den Gastgebern gelang am vorigen Wochenende mit 33:26 gegen Aufsteiger Oberkochen/Königsbronn der erste Saisonsieg. Mit Volz, Linsenmaier und Kuhnle drückten drei Siebzehnjährige den Altersschnitt auf unter 20, das Trio warf zudem 14 Treffer. Die Bittenfelder spielten ihre Schnelligkeit aus, Schröder verwandelte alleine acht Gegenstöße. Die Torgaranten Kienzle und Seiz waren wegen des Zweitligaeinsatzes nicht mit von der Partie.

Davor gab es eine knappe Niederlage bei Neuling Oberstenfeld und zum Auftakt eine Heimklatsche gegen Flein. Bittenfelds Zweitligateam hat am Wochenende spielfrei, der TVA muss mit der stärksten Aufstellung des TVB rechnen, was sich im torgefährlicheren Angriff bemerkbar macht. Bittenfeld hat seine Schwächen vor allem in der Abwehr, wo sich die Unerfahrenheit vieler Akteure niederschlägt.

Durch die Spielpause am vergangenen Wochenende haben die Altenstädter kleinere Blessuren auskuriert und fahren gut erholt nach Bittenfeld. Dort sollte die Chance auf Punkte dieses Mal deutlich höher liegen als im Vorjahr. Das aber nur, wenn der TVA in der offensiven Abwehr konzentriert zu Werke geht, nach vorne wie bisher kombiniert und die entstehenden Torchancen konsequenter verwertet.