Handball Blausteiner Handballer müssen zum kecken Aufsteiger

Jan-Marco Behr traf letzte Woche acht Mal.
Jan-Marco Behr traf letzte Woche acht Mal. © Foto: Rudi Apprich
swp 16.09.2017

Nach den Auftaktniederlagen wollen die BWOL-Handballer der TSG Söflingen und des TSV Blaustein nun punkten. Allerdings warten keine einfachen Aufgaben auf das Duo. Die TSG Söflingen darf nach dem 19:21 in Lauterstein zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der Kuhberghalle ran. Dabei empfängt das Team von Trainer Gabor Czako bereits heute um 19.30 Uhr den TV Willstätt. Die Gäste aus der Ortenau haben sich inzwischen in der vierten Liga etabliert – was aus deren Sicht nicht als Erfolg zu werten ist.

Jahr für Jahr findet beim TV ein personeller Umbruch statt, nach dem stets vom Aufstieg geredet wird. So auch in der vergangenen Saison, als Dragan Markovic mit einem Vier-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde, um für Konstanz zu sorgen. Doch Willstätt blieb sich treu: Nach Platz zwölf zum Ende der Runde wurde der ehemalige Nationaltrainer Bosnien-Herzegowinas entlassen – und mit ihm gingen fünf Spieler.

Nun hat Marcus Simowski das Sagen beim TV. Der nach eigenen Worten „Handballverrückte“ nimmt für die Aufgabe 150 Kilometer einfache Fahrtstrecke zwischen seinem Wohnort Völklingen und der Trainingshalle auf sich. Angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre ist der 49-Jährige beim Saisonziel vorsichtiger geworden. „Besser als Platz zwölf“, soll es werden. Der Auftakt ist mit einem 29:24-Erfolg gegen Drittliga-Absteiger SG Pforzheim/Eutingen schon einmal geglückt. Nun will der TV gegen Söflingen nachlegen.

Auf den TSV Blaustein wartet eine Woche nach der Heimniederlage gegen Weinsberg eine schwere Aufgabe auf dem Weg zur Wiedergutmachung. Die NSU Neckarsulm hat mit einem 30:27-Sieg in Schwäbisch Gmünd einen starken Liga-Einstand abgeliefert und wird entsprechend selbstbewusst in die morgige BWOL-­Heimpremiere gegen die Blausteiner gehen (17 Uhr). Um keine Euphorie aufkommen zu lassen, müssen die Spieler des Trainer-Duos Tim Graf/Jan-Marco Behr anders als gegen Weinsberg schnelle, unüberlegte Abschlüsse und technische Fehler vermeiden. Gerät der Aufsteiger in einen Lauf, wird es für den TSV ganz schwer.

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