Handball Bietigheim: Auf eine harte Bundesliga-Saison eingestellt

Ralf Bader kennt den Abstiegskampf als Spieler.
Ralf Bader kennt den Abstiegskampf als Spieler. © Foto: Wolfgang Frank/Eibner
Bietigheim / Sebastian Schmid 24.08.2018

Ralf Bader gibt sich keinen Illusionen hin. „Es kann sein, dass wir lange Zeit kein Spiel gewinnen“, stellt der neue Trainer der SG BBM Bietigheim klar, ergänzt aber sofort: „Was nicht heißt, dass wir es nicht in jeder Partie versuchen.“ Dem 37-Jährigen ist wichtig, dass alle im Verein wissen, was nach dem Aufstieg auf die SG zukommt.

Ganz neu ist die Erfahrung sowohl für den Verein als auch für den Coach, der vom Drittligist TSV Neuhausen/Filder kam und Aufstiegstrainer Hartmut Mayerhoffer (zu Frisch Auf Göppingen) beerbte, nicht. Vor vier Jahren waren die Bietigheimer schon einmal erstklassig – und stiegen gleich wieder ab. Bader selber lief vier Jahr in der Bundesliga für den VfL Pfullingen und eine Saison für den TV Neuhausen/Erms auf und kennt sich aus dieser Zeit mit dem Abstiegskampf aus: „Ich spreche viel mit den Spielern und versuche sie auf das, was auf uns zukommt, vorzubereiten.“

Geht es um Abstiegskandidaten, wird schnell Bietigheim genannt. Das ist bei Aufsteigern normal, erst recht, wenn sie wie die SG mit 1,2 Millionen Euro im Liga-Vergleich über einen Mini-Etat verfügen. Kommt noch hinzu, dass zwei wichtige Spieler den Klub verlassen haben, sechs Neue integriert werden müssen und ein neuer Coach das Kommando übernommen hat, spricht nicht viel für einen Klassenerhalt.

Davon lassen sich Bader und sein Team aber nicht entmutigen. Das niemand mit ihnen rechnet, nehmen sie als zusätzliche Motivation. Doch alleine mit der richtigen Einstellung ist die Klasse nicht zu halten. Deshalb muss sich Bader ständig etwas einfallen lassen: „Wir müssen über die Saison hinweg immer neue Ideen haben, wie wir den Gegner vor Probleme stellen.“

Dass es der Auftakt mit dem Start am Sonntag in Wetzlar (16 Uhr) sowie den Partien gegen Melsungen, Leipzig, den Rhein-Neckar Löwen und Kiel in sich hat, findet Bader gut, da es den Druck mindert: „In den Spielen hat es selbst ein eingespieltes Team schwer, zu punkten.“ Die Partien, in denen Bietigheim gewinnen sollte, kommen später. Bis dahin wollen sie sich in der Liga zurechtgefunden haben und eingespielt sein. Denn auch wenn sie sich keinen Illusionen hingeben, vom Klassenerhalt träumen sie trotzdem.

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