Handball Alexander Trost hilft bei Frisch Auf aus

Alexander Trost, hier noch im TVN-Trikot, kleidet sich vorübergehend in Grün-Weiß. Zumindest auf dem Spielfeld.
Alexander Trost, hier noch im TVN-Trikot, kleidet sich vorübergehend in Grün-Weiß. Zumindest auf dem Spielfeld. © Foto: Eibner
Göppingen/Dettingen / Von Wolfgang Seitz 10.11.2017

Die Handball-Welt hat schon gestaunt – zumindest jene in der Region, als am Freitagmorgen die Nachricht unters Volk gebracht wurde: Alexander Trost wird Frisch Auf Göppingen in einer Ausnahmesituation helfen, das kurzfristig entstandene Vakuum auf der rechten Seite füllen.

Den Erstligisten drückt der Schuh in dieser Saison vor allem auf der rechten Außenbahn. Nachdem nicht nur Anton Halen (Brustmuskel), sondern auch der nachverpflichtete Tomas Urban (Handbruch) noch länger fehlen, hat der EHF-Pokalsieger vor dem Duell mit dem SC Magdeburg noch einmal reagiert. Vom Drittligisten TSV Neuhausen/Filder wird Alexander Trost in den Kader der Württemberger rücken. Der 36-Jährige trainierte unter Trainer Rolf Brack schon beim VfL Pfullingen (1995 bis 2006) und dem HBW Balingen-Weilstetten (2006 bis 2009). Bis 2015 spielte er dann noch für den TV Neuhausen, war dort später auch Manager, ehe er sich dann den Mad Dogs anschloss. „Anfang der Woche ist Frisch Auf auf uns zugekommen, da alle Rechtsaußen verletzt sind und sich der nachverpflichtete Tomas Urban beim Spiel in Hannover die Mittelhand gebrochen hat“, so der Sportliche Leiter des TSV, Bernd Locher, auf der Website des Drittligisten und ergänzt: „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn abzugeben, bis sich die Lage unterm Hohenstaufen wieder entspannt hat.“

Alexander Trost selbst ahnte bis Sonntagabend nichts von seinem Wiedereinstieg in Liga eins. „Dann hat Rolf Brack angerufen“, sagte er gestern. Und dann war der Stand-by-Spieler aus Neuhausen/Filder plötzlich zurück in der Bundesliga. „In sehr positiven Gesprächen haben wir bis Mittwochabend alles klar gemacht“, so der Dettinger, der seinem Arbeitgeber dankbar ist, dass er ihm den prompten Einstieg bei den Grün-Weißen ermöglicht. Bei zwei handball-affinen Chefs ist dies aber nicht weiter verwunderlich. Bis Ende des Jahres ist das Engagement befristet. „Ich habe Respekt vor der Aufgabe“, so der Rechtsaußen, der betont, dass er nicht von Null kommt. Zwei Trainingseinheiten pro Woche hat er sich schon gegönnt – in nächster Zeit wird es sicher ein bisschen mehr. Wobei der voll im Arbeitsleben stehende „nur“ abends am Start sein wird. Was aber durchaus auch ausreicht, wenn Dr. Rolf Brack die Kommandos gibt.

Die Ermstal-Connection

In den nächsten Wochen werden also zwei Dettinger die Außenbahnen bei Frisch Auf beackern. Marcel Schiller auf links, „Ali“ Trost rechts. Mit Pässen gefüttert werden sie vom Neuhäuser Tim Kneule. Damit ist die temporäre Ermstal-Connection unterm Hohenstaufen perfekt. Bereits am Sonntag wird das Trio gegen Magdeburg zusammen auf der Platte stehen.

Themen in diesem Artikel