Ab heute nimmt die WM für die deutschen Handballer rasant an Fahrt auf. Binnen 26,5 Stunden stehen gegen Russland (18 Uhr/ARD) und morgen gegen Titelverteidiger Frankreich (20.30 Uhr/ZDF) zwei schwere Partien auf dem Programm. Den klaren 32:20-Sieg gegen Brasilien sieht DHB-Sportvorstand Axel Kromer als „Startschuss für Vollgas-Handball. Nun kommen zwei Spitzenspiele Schlag auf Schlag.“

Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen Außenseiter Korea und Brasilien stehen in der Vorrunde noch drei Duelle mit europäischen Teams an. Die können bereits vorentscheidenden Charakter auf dem Weg ins angestrebte Halbfinale haben. „Da man die Siege mit ins Halbfinale nimmt, wollen wir natürlich alle Spiele gewinnen“, stellte Kapitän Uwe Gensheimer klar. Die Ergebnisse gegen die beiden ebenfalls qualifizierten Teams fließen in die Hauptrunde mit ein. Im Idealfall geht es für Deutschland also mit 4:0 Punkten nach Köln.

Dass morgen Titelverteidiger Frankreich wartet, ist zwar allen bewusst. Darüber reden will aber noch niemand. „Schritt für Schritt gilt auch bei so einem Doppelspieltag“, stellte Co-Trainer Alexander Haase klar.

Der dreimalige Weltmeister Russland hat seine großen Zeiten längst hinter sich, die letzte WM-Medaille wurde 1999 geholt (Silber). Nun will sich das Team von Trainer Eduard Koksharov in der Weltspitze zurückmelden. Allerdings ließen die Russen zum Auftakt beim 30:30 gegen Serbien einen Punkt liegen. Gegen Korea folgte ein halbwegs lockerer 34:27-Sieg. Star der Mannschaft ist Linksaußen Timur Dibirov vom mazedonischen Spitzenklub Vardar Skopje.