Göppingen "Es geht noch besser"

Anouk van de Wiel spielte bislang zwei Mal für die holländische Nationalmannschaft. Derzeit gilt ihre Konzentration Frisch Auf Göppingen.
Anouk van de Wiel spielte bislang zwei Mal für die holländische Nationalmannschaft. Derzeit gilt ihre Konzentration Frisch Auf Göppingen. © Foto: Eibner
Göppingen / ANDREAS BÖHRINGER 18.10.2014
Die Holländerin Anouk van de Wiel will mit den Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen den Klassenerhalt schaffen.

Frau van de Wiel, die Liga legte zuletzt eine dreiwöchige Pause ein. Wie lautet Ihre Zwischenbilanz?
ANOUK VAN DE WIEL: Die ist gemischt. Der Auftakt gegen Trier war sehr gut, hier haben wir unser Potenzial gezeigt. Leipzig und Metzingen waren starke Gegner, aber wir haben auch zu viele Fehler gemacht. Die Niederlage in Berlin haben wir uns selbst zuzuschreiben, wir hätten dort gewinnen können. Insgesamt bin ich einigermaßen zufrieden, trotzdem gibt es natürlich Verbesserungsmöglichkeiten.

Nun folgen drei vermeintlich machbare Aufgaben. Was sind Ihre Ziele für diese Partien?
Zuhause gegen Celle stehen wir jetzt unter Druck. Am morgigen Sonntag und auch in Bad Wildungen müssen Siege her. Leverkusen ist dann von der Qualität her ein anderes Kaliber, an einem guten Tag allerdings auch machbar. Hierfür muss aber jede Einzelne bei 100 Prozent sein.

Wie steht es um Ihre Karriere im Nationalteam?
Ich habe bisher zwei Länderspiele gemacht, und zwar gegen Deutschland. Es ist natürlich schön, nominiert zu werden, aber das ist nicht mein primäres Ziel. An erster Stelle steht der Klassenerhalt mit Frisch Auf. Im Verein muss ich meine Leistung bringen, dann kommt der Rest von ganz allein.

Haben Sie sich in Göppingen gut eingelebt?
Ja, Göppingen ist klein und gemütlich mit einer schönen Umgebung. Die Mädels im Team sind alle nett, das passt soweit alles. Gut ist, dass ich arbeite, so bin ich mit vielen Leuten in Kontakt, habe was zu tun und deshalb nicht so viel Zeit, meine Eltern zu vermissen. Wichtig ist außerdem, dass mein Freund hier ist, er arbeitet in Esslingen. Er kann mich jederzeit unterstützen, was alles ein bisschen einfacher macht.

Können Sie ein paar Worte zu ihrem Beruf sagen?
Ich arbeite beim Sanitätshaus Hartlieb im Außendienst, im Normalfall sechs Stunden pro Tag. Ich betreue Arztpraxen, Krankenhäuser und auch Patienten, denen ich Hausbesuche abstatte. Ich finde die Aufgaben sehr interessant, die Arbeit und der Kontakt mit den Patienten machen mir Spaß. Ich habe vor allem mit älteren Menschen zu tun, die sich sehr freuen und dankbar sind, wenn man zu ihnen kommt. Es ist toll, wenn man als jüngerer Mensch den Älteren helfen kann. Ich hoffe mir hilft man auch in 30, 40 Jahren.

Losgelöst vom Handball und Ihrem Beruf: Womit verbringen Sie Ihre Freizeit?
Zwischen Beruf, Handball und Haushalt gibt es generell kaum die Möglichkeit, was zu unternehmen. Wenn ich doch einmal Zeit habe, zum Beispiel an einem freien Wochenende, besuche ich gerne meine Eltern oder gehe in die Innenstadt shoppen oder in ein Restaurant essen. Ich genieße es dann, diese Dinge in Ruhe tun zu können.

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