Die deutsche Handball-Nationalmannschaft muss bei den Olympischen Spielen in Tokio auf zwei Leistungsträger verzichten. Kreisläufer Patrick Wiencek (THW Kiel) und Linkshänder Fabian Wiede (Füchse Berlin) sagten ihre Teilnahme ab – beide fühlen sich nach überstandenen Verletzungen nicht fit genug. "Das ist ein herber Verlust für unsere Mannschaft", sagte Bundestrainer Alfred Gislason.
Schmerzhaft ist vor allem Wienceks Absage, der mit Hendrik Pekeler das Bollwerk in der deutschen Abwehr bilden sollte. "Ich habe alles investiert, um mir den Traum von Tokio zu erfüllen. Es tut mir in der Seele weh, dass ich verzichten muss", ließ der 32-Jährige ausrichten. Wiencek hatte am 13. Mai das Wadenbein gebrochen. Die Strapazen, die Tokio und die Vorbereitung darauf bringen, seien noch zu viel.
Wiede verzichtet wegen hartnäckiger Schulterprobleme, die bereits zur WM-Absage geführt hatten: "Mit meiner Schulter kann ich für die Mannschaft über das gesamte Turnier keine Hilfe sein", sagte er.