Deutschland hat das letzte Testspiel vor der Fußball-WM 2022 in Katar gegen den Oman mit 1:0 gewonnen. Ein Grund zur Freude ist das aber nur bedingt. Die DFB-Elf spielte über weite Strecken schwach. Bundestrainer Hansi Flick nutzte das Spiel für personelle Experimente. Der zweite Anzug des DFB-Teams kann sich aber kaum empfehlen. Das sagt Flick zum den 1:0-Sieg im Oman und den gewonnenen Erkenntnissen.

Hansi Flick: "So dürfen wir bei der WM nicht spielen"

„Klar ist, in allen Abläufen, ob das defensiv oder offensiv ist, brauchen wir noch Trainingseinheiten. Das hat das Spiel gezeigt. Aber trotzdem bin ich ganz zuversichtlich. Wenn wir in Katar ankommen, wenn wir uns auf Japan vorbereiten, dann hat jeder Einzelne das Spiel gegen Japan im Blick und jeder wird absolut fokussiert sein. Daher bin ich überzeugt, dass wir da eine andere Mannschaft sehen, auch eine andere Körperlichkeit, die einfach auch gebraucht wird, notwendig ist, wenn wir in dem Turnier bestehen wollen. Eins-gegen-eins-Situationen so leichtfertig herzuschenken, das darf uns nicht passieren.“

Flick zu den Startelf-Chancen von Niclas Füllkrug

„Ich habe gesagt: Zeigt, dass ihr bereit seid für die WM! Er hat es gezeigt! Er war sehr präsent vorne im Sturmzentrum. Ich will da nicht zu viel verraten. Er hat seine Sache gut gemacht, hat ein Tor gemacht. Wir lassen alles mit einfließen, deswegen haben wir noch ein paar Tage Zeit und können das in Ruhe entscheiden.“

Flick zur frühen Auswechslung von Lukas Klostermann

„Es war im Vorfeld schon klar, dass wir ihn nur 30 Minuten spielen lassen. Da hatten wir eine Trinkpause. Es war auch angedacht, dass er in Leipzig ein paar Minuten bekommt, das war wegen der Enge des Spiels nicht möglich. Deswegen haben wir jetzt den Aufbau so gemacht, das ist die richtige Lösung gewesen, das so zu gestalten.“

Flick zu den Plänen für die nächsten Tage

„Wir wollten einfach am Reisetag nicht zu viel machen. Wir machen nur Regeneration im Teamhotel. Der Freitag ist dann frei, da sollen alle noch mal runter von den Füßen, dass sie keine große Belastung haben, einfach noch mal runterfahren. Das sind die Dinge, die wir so geplant haben. Und ich denke, das ist die richtige Entscheidung.“

Flick zu grundsätzlichen Abwehr-Bedenken

„Ich hoffe nicht, dass sie grundsätzlich sind. Ich habe vorher mit Lothar Matthäus gesprochen, er war ein großer Fußballer, jetzt ist er Experte. Er hat auch gesagt, man konnte in so einem Spiel nicht erwarten, dass das auf das höchste Niveau kommt. Am Montagabend sind wir angereist, haben Dienstag eine Einheit gehabt und heute das Spiel. Für uns war es wichtig, dass wir die Temperaturen gespürt haben, kennengelernt haben, das hilft uns sehr für Katar. Daher erwarte ich eine andere Zweikampfhärte, eine andere Art, wie wir die Zweikämpfe angehen. Jeder hatte auch ein bisschen im Hinterkopf, gesund aus dem Spiel herauszukommen. Trotzdem müssen wir das Spiel anders gestalten.“

Flick zum Debüt von Youssoufa Moukoko

„Wenn ich so ins Spiel kommen will, wie wir uns das vorstellen, dann brauche ich auch um mich herum Spieler, die das auch gestalten. Er ist jung, er ist 17 Jahre, er wird die nächsten Tage 18. Ich bin wirklich froh. So, wie er sich hier im Training gibt, das ist alles wunderbar. Gebt ihm einfach die Zeit, die er braucht. Die geben wir ihm. Wir wollen ihn unterstützen. Er hat einfach sehr gute Anlagen. Das wollen wir fördern.“

Gruppen bei der WM