Titelaspirant Brasilien hat bei der Fußball-WM in Katar einen guten Start hingelegt. Das Team von Nationaltrainer Tite gewinnt sein Auftaktmatch am Donnerstagabend in der Gruppe G mit x:x (0:0). 80 000 Zuschauer im Lusail Iconic Stadium erleben eine vor allem nach der Pause mitreißende Begegnung – und sehen einen verdienten Sieger.
Von Beginn an ist Dampf drin in dieser Partie, weil die Serben voll dagegenhalten, sich jedem Angriff entschlossen entgegenstellen. Beide Teams schenken sich nichts. Für die Brasilianer gibt es zunächst kein Durchkommen. Das einsatzfreudige serbische Team setzt auf Ballgewinne und schnelle Umschaltmomente. Ihre Konter verpuffen allerdings zumeist im Nirgendwo. Brasilien hat defensiv alles unter Kontrolle, lässt aber nach vorne die Durchschlagskraft vermissen.
Milos Veljkovic von Bundesligist Werder Bremen gibt bei den Serben den Abwehrchef in der Dreierkette. Die Ex-Frankfurter Filip Kostic und Luca Jovic sitzen zunächst auf der Bank. Die Brasilianer, die auf dem Weg nach Katar 14 ihre 17 WM-Qualifikationsspiele gewonnen und dreimal remis gespielt haben, bieten erwartungsgemäß ihre Superstars Neymar (Paris St. Germain) , Raphinha (FC Barcelona) und Vinicius Junior (Real Madrid) sowie Richarlison (Tottenham Hotspur) in der Offensive auf.

Serben schwer unter Druck

Einmal kommen die Seleção in der Anfangsphase durch, Serbiens Keeper Vanja Milinkovic-Savic eilt jedoch rechtzeitig aus seinem Kasten, kann vor dem heranstürzenden Vinicius Junior retten. Zu diesem Zeitpunkt ist aber bereits eine knappe halbe Stunde gespielt.
Nach dem Seitenwechsel wird der Druck des sechsmaligen Weltmeisters immer stärker. Mit Macht drängt die nun bärenstarke  Seleção auf die Führung. Serbien hatte nun große Mühe, sich aus der Umklammerung zu befreien. Raphina muss das 1:0 machen, scheitert jedoch freistehend an Schlussmann Milinkovic-Savic (46.). Dann hämmert Alex Sandro den Ball an den Pfosten (60.). Wenig später ist es so weit: Richarlison erlöst den Favoriten, drückt einen Abpraller über die Linie. 1:0 für Brasilien (63.). Der Mittelstürmer setzt zehn Minuten später noch einen drauf. Per Seitfallzieher. Es ist das bisher schönste Tor des Turniers. Der Favorit lieg 2:0 vorne. Es ist die Entscheidung. 
Ein Wermutstropfen: Neymar muss verletzt runter.