Die deutsche Nationalmannschaft ist am Donnerstagabend bei der Fußball-WM in Katar schon nach der Gruppenphase ausgeschieden. Das 4:2 (1:0) gegen Costa Rica in Al-Chaur war für die DFB-Auswahl zu wenig für ein Weiterkommen.

Das sind die Stimmen und Reaktionen zum Aus des deutschen Teams

  • Bastian Schweinsteiger (TV-Experte): „Wir hatten total viele Torchancen. Aber der Spielverlauf war sehr unruhig. Aber das ganze Auftreten der Nationalmannschaft war zu wenig.“
  • Thomas Müller (Nationalspieler): „ Das ist für uns unglaublich bitter, denn unser Ergebnis hätte ja gereicht. Das ist ein Ohnmachtsgefühl. Insgesamt haben wir sehr viel Aufwand betrieben. Wir wollten zu viel. Da haben wir die Disziplin verloren. Am Ende war die Effizienz nicht gut genug. Ist für uns natürlich unheimlich bitter. Man kann der Mannschaft heute und beim Spanien-Spiel nichts vorwerfen. Es ist eine absolute Katastrophe.“
  • Kai Havertz (Nationalspieler): „Mit dem Ergebnis von Spanien haben wir nicht gerechnet. Aber wir müssen uns an die eigene Nase packen. Wir hatten die Chance, aber wir haben sie wieder mal nicht genutzt. Mit unserer Qualität dürfen wir nicht gegen Japan verlieren. Wir sind verdient ausgeschieden. Zweitklassig ist der deutsche Fußball nicht. Dass die Jungs nach dem WM-Titel 2014 als Turniermannschaft gefeiert wurden, war ja klar. Jetzt fliegen wir zweimal in der Gruppenphase raus, da ist es klar, dass wir keine Turniermannschaft sind. Wir hatten eine super Mannschaft, ein super Team hinter dem Team. Wir haben alles gegeben. Leider hat es nicht gereicht.“
  • Almuth Schult (TV-Expertin): „Es waren Nachlässigkeiten und wir haben Costa Rica ins Spiel gebracht. Wir hatten nicht die richtige Einstellung über das komplette Spiel.“
  • Thomas Hitzlsperger (TV-Experte): „Es gab auch heute wieder Phasen, da war Costa Rica besser als wir. Und das darf einfach nicht passieren.“
  • Hansi Flick (Bundestrainer): „Wir hatten Chancen ohne Ende. Dann haben wir durch leichtfertige Fehler den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Das Aus ist nicht heute entschieden worden. Sondern das waren die 20 Minuten gegen Japan. Wir hatten keine Effienz in diesem Turnier. Die Enttäuschung ist riesengroß.“
  • Oliver Bierhoff (Geschäftsführer der Nationalmannschaft): „Es herrscht eine große Enttäuschung. Ich empfinde Wut auf uns alle. Wir sind ja als Team da. Am Ende muss man klar feststellen, dass es zu wenig ist. Es zieht sich schon seit zwei, drei Jahren hin, dass wir Spiel hergeben, die wir schon im Griff hatten. Wir haben im Deutschland Fußball ein Nachwuchsproblem. Uns fehlen gewisse Qualitäten.“
  • Niclas Füllkrug (Nationalspieler): „Eine etwas höhere Führung zur Pause hätte uns geholfen. Dann hätten wir Costa Rica etwas den Spaß genommen. Nach dem 1:0 hat etwas das weitere Erdrücken gefehlt. Die Gruppenphase haben wir nicht wegen heute nicht überstanden. Gegen Japan hatten wir viele Probleme. Das war der entscheidende Spieltag. Das tut extrem weh, das ist extrem schwierig zu verdauen. Das wird sehr, sehr, sehr lange dauern, das zu verdauen.“