Querpass Wie wär’s mit Mourinho?

Gerold Knehr über den Ehrgeiz von Großinvestoren im Fußball
Gerold Knehr über den Ehrgeiz von Großinvestoren im Fußball © Foto: Könneke Volkmar
Krefeld / Gerold Knehr 02.02.2019

Das Vermögen von Roman Abramowitsch, Eigner des FC Chelsea, wird auf gut 10 Milliarden Euro geschätzt. Doppelt so hoch taxiert wird Scheich Mansour, Besitzer des Fußball-Klubs Manchester City.

Gegen diese beiden ist Michail Ponomarew finanziell eine kleine Nummer. Entsprechend steht der russische „Nur-Millionär“ keinem europäischen Fußball-Topklub vor, sondern übernahm den KFC Uerdingen in der fünften Liga. Ponomarews Ehrgeiz freilich ist genauso groß wie der von Abramowitsch oder des Scheichs aus den Vereinten Arabischen Emiraten: Er möchte die Uerdinger dorthin zurückführen, wo sie 14 Spielzeiten mit Unterbrechungen bis 1996 waren: in die Bundesliga.

Den Durchmarsch von der 5. in die 3. Liga hat das frühere Bayer-Team unter Ponomarews Präsidentschaft bereits geschafft. Der Aufstieg in die zweithöchste Klasse ist nach der 0:3-Niederlage gegen Würzburg am vergangenen Wochenende in Gefahr. Was Trainer Stefan Krämer den Job kostete. Als Nachfolger gehandelt wurden der bei diesem Spiel „zufällig“ auf der Tribüne sitzende Stefan Effenberg und Felix Magath. „Ist nicht ...“, sagt Ponomarew. Auch Pep Guardiola oder Paolo Maldini kämen nicht nach Uerdingen, beteuerte Ponomarew schmunzelnd. Vom derzeit freien José Mourinho allerdings sprach er nicht. Vielleicht findet sich ja noch das eine oder andere Milliönchen...

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