Querpass Lust und Frust bei der Torejagd

Wolfgang Scheerer über zwei Stürmer mit Sonderstatus
Wolfgang Scheerer über zwei Stürmer mit Sonderstatus © Foto: Könneke Volkmar
Ulm / swp 02.10.2018

Morgen ist es soweit: Claudio Pizarro feiert 40. Geburtstag. Seine vielen Fans werden dem Stürmer mit der unendlichen Energie spätestens am Freitag im Bremer Heimspiel gegen Wolfsburg lautstark mit „Pizza, Pizza!“-Sprechchören gratulieren. Der Peruaner steht bei Werder bereits zum fünften Mal in seiner außergewöhnlichen Profikarriere unter Vertrag.

Selbst im Nationalteam hat er seinen Rücktritt noch nicht erklärt. Obwohl Trainer Ricardo Gareca bei der WM auf Jüngere gesetzt hat. Ergebnis: Vorrunden-Aus. Es wird eine Zeit nach dem Argentinier Gareca geben. Vielleicht spielt Pizarro dann immer noch! Und, apropos Argentinier, selbst Lionel Messi würde dann wohl staunen.

Der große Messi ist nun auch schon 31. Große Frage: Trägt der Weltstar trotz des verlorenen WM-Achtelfinales (3:4 gegen den späteren Champion Frankreich) weiter das Nationaltrikot? Weil er bisher beharrlich schweigt, reden andere für ihn. Aktuell Diego Maradona, mittlerweile Coach eines mexikanischen Zweitligisten: Messi solle einfach nicht mehr hingehen, so der Rat. Ihm werde bei Misserfolgen immer an allem die Schuld gegeben, kritisierte Maradona. „Selbst wenn die U 15 verliert, lag’s an Lionel.“

Von einem Messi wird immer alles erwartet, Claudio Pizarro genießt dagegen den Sonderstatus als Teilzeit-Torjäger. Er soll als „Joker“ treffen. Beim 1:2 am Samstag in Stuttgart war’s nur der Pfosten. Mit 192 Toren ist „Pizza“ der erfolgreichste ausländische Bundesliga-Schütze. Dass Robert Lewandowski (183) lauert – aktuell geschenkt!

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