Der 1. FC Kaiserslautern gegen den Dorfklub – so wirbt Drittligist Sonnenhof Großaspach für die Auftaktpartie nach der Winterpause im Fritz-Walter-Stadion (Sa. 14 Uhr). Sorgen plagen beide Vereine: Großaspach steht auf einem Abstiegsplatz (17.), Kaiserslautern im grauen Mittelfeld und hat als Elfter gerade mal vier Zähler mehr auf dem Konto. Während Lautern bislang keine Änderungen im Kader vermeldet, hat Großaspach aufgestockt, mit den Stürmern Kai Brückner (Bradford) und Dominik Martinovic (Wehen) sowie Außenverteidiger Niklas Sommer (VfB II).

Richtig zugelangt hat Schlusslicht Braunschweig. Sechs neue Spieler hat man in der Winterpause verpflichtet, darunter Marcel Bär, den Torjäger des VfR Aalen. Aus wirtschaftlichen Gründen habe man dem Wunsch des Spielers, in seine Heimat zurückzukehren, nicht ablehnen können, heißt es beim Vorletzten. In Aalen hat zuletzt Clemens Schoppenhauer (St. Pauli) unterschrieben, der die Abwehr stärken soll. Zudem kommt mit Petar Sliskovic ein Strafraumstürmer von Victoria Berlin. Außerdem hat man Johannes Bühler (Düsseldorf) ausgeliehen. Los geht es für Aalen am Montag gegen Unterhaching (19 Uhr).

Was den FCK angeht, klemmt es an allen Ecken und Enden. Am 16. Februar kommt die ruhmreichen Vergangenheit unter den Hammer. Bei einer Versteigerung werden Erinnerungsstücke aus dem Nachlass von Fritz Walter angeboten – die von einem Walter-Erben angestoßene Auktion wird ein Ausverkauf, der kaum symbolischer für das Chaos innerhalb des tief abgestürzten Traditionsvereins stehen könnte.

In der Kasse klafft ein zwölf Millionen Euro großes Loch, und in der Führungsetage spielte sich zu Wochenbeginn eine Provinzposse ab. Zwar wurde am Montagabend im Aufsichtsrat eine Art Burgfrieden geschlossen, der Vorsitzende Patrick Banf bleibt zumindest vorerst im Amt. Nur kurze Zeit nach der Sitzung wünschte aber Hauptsponsor Harald Layenberger bei Facebook „denjenigen, die sich wieder einmal selbst verraten haben, dicke eitrige Pickel ins Gesicht“. Fans und Mitglieder seien „verraten“ worden. Dass er sich am Dienstag für „die Tonalität“ entschuldigte, half auch nicht mehr.

Los geht die 3. Liga bereits am Freitag Abend (19 Uhr) mit der Partie Lotte gegen 1860 München. Bei den Löwen ist vordergründig alles ruhig, aber natürlich rumort es irgendwie im Untergrund. Klar ist eins: Adriano Grimaldi geht nach Uerdingen.

Entspannt ist die Lage an der Spitze. Der VfL Osnachbrück beginnt mit dem Derby gegen Meppen. Darauf freut man sich, obwohl noch eine Hiobsbotschaft dazukam: Felix Schiller muss am Knie operiert werden. Bei Verfolger Karlsruher SC verlief die Vorbereitung gut. Mit Kyoung-Rok Choi drängte sich bei den Tests ein Stürmer aus der zweiten Reihe auf. Es sei „nah dran an der Startformation“, ließ Coach Alois Schwartz wissen.