Auf Bundestrainer Jogi Löw ist man beim FC Bayern derzeit, nun ja, nicht wirklich gut zu sprechen. Was keine Überraschung ist. Dennoch tun die Münchner und allen voran Präsident Uli Hoeneß derzeit gut daran, ihre Verärgerung zurückzuhalten, den Fokus vielmehr auf die kommenden Herausforderungen zu richten. Zumal der Bundestrainer die Münchner vor den entscheidenden Wochen in Bundesliga und Champions League noch mal zusätzlich gepusht hat. Denn auf die überraschende Versetzung der Weltmeister Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller in den DFB-Ruhestand unter der Woche reagierten die Ausgebooteten am Wochenende im Heimspiel ihres Klubs hochmotiviert – und mit einer starken Vorstellung gegen ein kraft- und wehrloses Wolfsburg.

Dank derer sind die Bayern wieder da, wo sie nach eigener Einschätzung quasi naturgemäß hingehören: an der Tabellenspitze. Von dort aus wird sich das Team von Trainer Niko Kovac wohl auch nicht mehr verdrängen lassen – wenn es das Rückspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool für sich entscheidet und dann in der Liga mit noch breiterer Brust aufläuft. Keine Frage: Von dem Kracher in der Königsklasse am Mittwochabend in der Allianz-Arena wird viel abhängen – für die Bundesliga, für Bayern-Konkurrent Borussia Dortmund und den restlichen Saisonverlauf.