9:1 beim BFC Dynamo Köln mit Tor-Gala in die zweite Pokal-Runde

Erzielte vier Treffer für den 1. FC Köln: Simon Terodde. Foto: Annegret Hilse
Erzielte vier Treffer für den 1. FC Köln: Simon Terodde. Foto: Annegret Hilse © Foto: Annegret Hilse
Berlin / Von Florian Lütticke, dpa 19.08.2018

Angeführt von Vierfach-Torschütze Simon Terodde hat Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln die Pflichtaufgabe in der ersten DFB-Pokalrunde am Endspielort Olympiastadion souverän erledigt.

Nach leichten Startproblemen setzten sich die Rheinländer beim Viertligisten BFC Dynamo in Berlin mit einer Tor-Gala 9:1 (4:1) durch. Stürmer Terodde (21./34./41.) erzielte binnen 20 Minuten die ersten drei Treffer für die Kölner, Dominick Drexler (44./66.), Marcel Risse (58.) und Vincent Koziello (61.) erhöhten weiter. Nach Teroddes 8:1 (76.) setzte Louis Schaub in der 86. Minute den Schlusspunkt und stellte den höchsten Auswärtssieg der Kölner im DFB-Pokal ein.

Die Berliner konnten sich vor 14 357 Zuschauern immerhin in ihrem siebten Spiel im DFB-Pokal über das erste Tor freuen. Nach der zwischenzeitlichen 1:0-Führung durch Patrik Twardzik (19.) konnte der Vorletzte der Regionalliga Nordost aber nicht mehr mithalten und kassierte seine höchste Pokal-Niederlage. Die Kölner hatten zuletzt beim Essener FV 1912 vor knapp 47 Jahren mit 9:1 im Pokal gewonnen.

Der zehnmalige DDR-Meister aus Berlin musste wegen der am Montag beginnenden Para-EM der Leichtathletik aus dem angestammten Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in die Heimspielstätte von Hertha BSC umziehen. Nach den schweren Pokal-Ausschreitungen vor sieben Jahren mit dem Sturm des Gästeblocks des 1. FC Kaiserslautern durch eigene Anhänger gab es im Stadion bis zum Abpfiff diesmal keine Krawalle.

Die Kölner dominierten von Beginn an, doch mit schnellen Kontern setzte der Außenseiter zunächst Nadelstiche. Nach einem langen Einwurf von Lucas Brumme erwischte Twardzik Gäste-Keeper Timo Horn auf dem falschen Fuß. Doch ersatzgeschwächt konnte der BFC dem Kölner Offensivwirbel nichts mehr entgegensetzen.

In den ersten beiden Ligaspielen hatte Terodde noch hinter Stammstürmer Jhon Cordoba zurückstehen müssen. Nun gab der frühere Stuttgarter ein Achtungszeichen für eine dauerhafte Startposition ab. Die Defensive der Berliner war allerdings über weite Strecken kein echter Gradmesser für den Aufstiegsfavoriten.

Der viermalige Pokalsieger aus Köln verhinderte damit das elfte Mal hintereinander das Erstrunden-Aus, über das Achtelfinale ist der FC aber auch schon seit der Saison 2009/10 nicht mehr hinausgekommen.

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