Es dauerte „genau eine Minute“, bis Anton Gugelfuß, Chef des SSV Ulm 1846 Fußball, und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim, miteinander telefonierten – und sich gemeinsam über ein schwäbisches Traumlos freuten: In der ersten Runde des DFB Pokals 2019/2020 empfängt der SSV Ulm den FCH. „Holger Sanwald und ich waren uns sofort einig: ‚Wir machen ein schwäbisches Fußballfest’“, sagte Gugelfuß, der die Auslosung im Urlaub verfolgt hatte.

Nach dem fantastischen Duell mit Eintracht Frankfurt, damals amtierender Pokalsieger, und dem emotionalen 2:1-Erfolg der Spatzen, ist Heidenheim für Gugelfuß ein weiteres Traumlos. „Das gibt wieder ein volles Donaustadion“, sagte er.

Krebs wünscht sich Heidenheim – und bekommt es

Gezogen hatte das Derby Nia Künzer, ehemalige Frauen-Nationalspielerin. Irgendwie den richtigen Riecher gehabt hatte SSV-Kapitän Florian Krebs. Vor der Auslosung im Dortmunder Fußballmuseum hatte er gegenüber der Südwest Presse als Wunschgegner Bayern München geäußert – oder eben seinen alten Verein Heidenheim. Sein Zweitwunsch fand Gehör. „Das ist ein absolutes Highlight für die Region“, sagte Krebs in der Sportschau. Eingangs der Sendung hatte er, wie schon im vergangenen Jahr nach dem Sieg über die Eintracht, eine Kostprobe seiner Parodie-Künste gegeben und Oliver Kahn und „Kaiser“ Franz Beckenbauer imitiert.