Die Corona-Beschränkungen im Sport werden gelockert. Das beschloss die Lenkungsgruppe der baden-württembergischen Landesregierung am Mittwochabend. Kommenden Mittwoch (1. Juli) soll eine entsprechende Verordnung in Kraft treten. Sie sieht neue Regeln für Training und Wettkämpfe vor.

Wichtigste Neuigkeit: „Von der 1,5-Meter-Abstandsregel kann im organisierten Trainings- und Übungsbetrieb abgewichen werden, sofern es für das jeweilige Training kurzfristig erforderlich ist“, teilte die Lenkungsgruppe mit. Das bedeutet laut eines Ministeriumssprechers, dass Training in Sportarten mit Kontakt wieder möglich ist, also auch bei Mannschaftssportarten wie Fuß-, Basket-, Hand-, Volley- oder Wasserball. Auch Vollkontaktsportarten wie Ringen oder Judo sind wieder erlaubt, jedoch sollen hier – also bei andauerndem Körperkontakt – feste Trainingspaare gebildet werden.

Erlaubnis: Teamsport wieder möglich

Die maximale Größe von Trainingsgruppen beträgt 20 Personen. Auch dürfen Umkleiden und Duschen wieder genutzt werden, jedoch sollen Teams hier Abstand halten oder die Einrichtungen zeitversetzt betreten. Weiterhin gelten Dokumentationspflichten für Teilnehmer, um im Ernstfall Infektionsketten nachvollziehen zu können. Unnötiger Körperkontakt wie Umarmungen und Händeschütteln ist verboten.

Umkleiden und Duschen dürfen wieder genutzt werden

Auch für Wettkämpfe und Spielbetrieb gibt es Lockerungen. Grundsätzlich gilt: Wettkämpfe sind wieder möglich, auch mit Körperkontakt. Zulässig sind maximal 100 Sportler plus 100 Zuschauer. Bei fester Sitzordnung und „im Vorhinein festgelegtem Veranstaltungsprogramm“ sind 250 Zuschauer erlaubt. Diese Grenzen gelten vorerst nur für den Juli: Von 1. August bis 31. Oktober können dann bis zu 500 Menschen (Sportler wie Zuschauer) an Wettbewerben teilnehmen.
Sportministerin Susanne Eisenmann freute sich, dass das Infektionsgeschehen mehr Normalität möglich mache. Die Vorgaben müssten aber „verantwortungsbewusst und verlässlich umgesetzt werden“.