Fußball Zuschauer-Boom in Liga drei

Die offizielle Zuschauerzahl.  Foto: Jan Hübner/Imago
Die offizielle Zuschauerzahl. Foto: Jan Hübner/Imago © Foto: Jan Hübner/Imago
Aalen./Jena / dg 30.07.2018

Der Auftakt der dritten Fußball-Liga zog bereits die Massen in ihren Bann. Beim 1:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern im Duell der deutschen Ex-Meister gegen den TSV 1860 München strömten 41 324 (!) Zuschauer ins Stadion. „Wir wollten ein Spiel abliefern, wo die Leute sehen können und dann sagen, mit dieser Mannschaft können wir uns identifizieren“, meinte FCK-Mannschaftskapitän Florian Dick. Immerhin 20 000 Fans verfolgten das 1:1 von Eintracht Braunschweig gegen den Karlsruher SC. Nicht zufriedengestellt war mit dem Resultat KSC-Trainer Alois Schwartz. „Es wäre mehr für uns drin gewesen, wenn wir eine andere Leistung gebracht hätten“, sagte er.

Für die württembergischen Klubs VfR Aalen (1:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden) und die SG Sonnenhof Großaspach (2:3 bei Carl Zeiss Jena) ging der Start daneben. „Wir haben uns beim Tor zum 1:2 wie eine Jugendmannschaft angestellt, aber sonst schon ganz ordentlich gespielt. Die Mannschaft hat sich den Applaus der Zuschauer verdient“, betonte VfR-Trainer Argirios Giannikis, der Heißsporn und Torschütze Matthias Morys wegen der Gefahr einer Ampelkarte ausgewechselt hatte. Eine Offensiv-Alternative steht mit Myroslav Slavov nicht mehr zur Verfügung. Der Vertrag des Neuzugangs aus Chemnitz wurde auf Wunsch des Ukrainers wieder aufgelöst. Er hatte darum gebeten, nachdem er nicht im Kader für das Auftaktspiel gestanden hatte. Giannikis: „Wir werden den Markt sondieren und dann noch etwas für die Offensive tun.“

Bei Großaspach war der Frust groß. „Ich bin fix und fertig. Ich habe mich aber auch bei den Entscheidungen des Schiedsrichters benachteiligt gefühlt“, sprach SG-Trainer Sascha Hildmann Klartext. Der Führungstreffer von Jena fiel aus einer Abseitsposition und der Platzverweis für Verteidiger Kai Gehring wegen einer Notbremse löste Diskussionen aus. Die ansprechende Vorstellung macht aber Mut für das Gastspiel des 1. FC Kaiserslautern am kommenden Samstag (14 Uhr). Es gibt nur noch 500 Eintrittskarten. Die Partie wird auch im dritten Programm des SWR-Fernsehens live übertragen.

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