Michael Reschke, der Sportvorstand des VfB Stuttgart, hat seinem angezählten Cheftrainer eine Jobgarantie gegeben. Da könnte der eine oder andere flachsen: Heißt das nun, dass Markus Weinzierl am Samstag gegen den Tabellenvierten RB Leipzig auf der Bank sitzt oder nicht?

Reschke ist schließlich derjenige, der Weinzierls Vorgänger Tayfun Korkut noch am Abend vor der Entlassung vollmundig Rückendeckung gab. Was also soll, was kann man noch glauben bei all dem Drunter und Drüber in Cannstatt? Gelingt Weinzierl mit der inzwischen total verunsicherten Mannschaft nicht doch noch ein Befreiungsschlag, ist er nicht mehr zu halten.

„Entwicklung geht in die falsche Richtung“

Zunächst aber hieß es am Tag nach dem ärmlichen 0:3 bei Aufsteiger Fortuna Düsseldorf: „Markus Weinzierl wird auch gegen Leipzig bei uns auf der Bank sitzen. Die Ausgangslage ist bitter, aber wir haben immer noch 13 Spiele und die Chance, die Klasse zu halten.“ Zitat Reschke. Und das, obwohl die Entwicklung laut VfB-Kapitän Christian Gentner „in die falsche Richtung geht“.

Der 61 Jahre alte Reschke hat diese Saison rund 45 Millionen Euro für neue Profis ausgegeben und in seiner 18-monatigen Amtszeit bereits zwei Trainer rausgeworfen:  vor fast genau einem Jahr den „Aufstiegshelden“ Hannes Wolf und dann Anfang Oktober nach nur sieben Spieltagen Korkut. Nun steht Reschke angesichts seiner verfehlten Personalpolitik selbst seit Wochen in der Kritik. „Meine persönliche Zukunft ist im Moment vollkommen uninteressant, es geht nur um den VfB und die schwierige Situation, die wir zu meistern haben“, betonte er. So oder so: Auf den angeschlagenen Weinzierl und den umstrittenen Sportchef wartet am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Leipzig mit Ex-Trainer Ralf Rangnick ein Endspiel. Bei einer weiteren Pleite dürfte die ohnehin schon prekäre Situation bei den Stuttgartern, die mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf Hannover Relegationsrang 16 belegen, weiter eskalieren.

Gisdol und Magath im Gespräch

Bereits unmittelbar vor der Düsseldorf-Reise wurden Trainernamen gehandelt: Der ehemalige Hoffenheim- und HSV-Coach Markus Gisdol, 49, und Felix Magath, 65, der zuletzt in China bei Shandong Luneng gearbeitet hat. Auch der ehemalige Bundestrainer und einstige VfB-Stürmerstar Jürgen Klinsmann könnte, so die Mutmaßungen, als Retter einsteigen. Er werde „immer helfen“, sollte er gefragt werden, hatte Klinsmann, 54, vor einigen Wochen über seinen Berater Roland Eitel mitteilen lassen. An dieser Position hat sich nichts geändert.

Klinsmann-Rückkehr unwahrscheinlich

Bisher ist Klinsmann, der sowohl als Teammanager nach englischem Vorbild oder als verantwortlicher Sportchef einsteigen könnte, angeblich aber noch nicht kontaktiert worden. In der aktuellen Konstellation mit Reschke scheint die Rückkehr des Wahl-Kaliforniers zu seinem VfB aber ohnehin nicht vorstellbar.

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