Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vom VfL Wolfsburg hat die Schnelllebigkeit im Fußball kritisiert.

„Vieles ist mir zu oberflächlich und an den eigentlichen Themen vorbeigehend“, wird der 55-Jährige von der „Bild“ zitiert. „Die Bayern schießen Tottenham aus dem eigenen Stadion und werden nach diesem Sieg gleich Meister und Champions-League-Sieger“, sagte er mit Bezug auf den 7:2-Sieg der Münchner in der Königsklasse in London am 1. Oktober. „Drei Wochen später sind sie angeblich zu schlecht für alles.“

Schmadtke nannte noch ein weiteres Beispiel: „Lucien Favre hat letzte Saison in Dortmund über lange Strecken alles richtig gemacht und wird plötzlich angezählt. Das ist mir alles zu schwarz-weiß, das hat keine Substanz.“ Schmadtke nahm auch die Vereine in die Pflicht. „Ich muss aber auch dazu sagen, teilweise liefern wir völlig unnötig auch das Futter dazu“, sagte er. „Viele Diskussionen haben ihren Ursprung in unbedachten Äußerungen von Club-Verantwortlichen.“

Seine persönliche Zukunft nach Ende des Kontrakts beim VfL 2021 ließ Schmadtke offen. „Bei Vertragsende beim VfL Wolfsburg bin ich 57 Jahre alt. Ich muss überlegen, was mache ich mit der restlichen Zeit, die mir noch übrig bleibt?“

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