Grüße aus Sotschi WM-Tagebuch – So schmeckt der Sommer

Moskau / Armin Grasmuck 21.06.2018

Watutinki und Sotschi, das ist wie Saumagen und Vanilleeis. Beides lecker. Und, wie so oft: Die Abwechslung macht’s. Für die deutschen Herren Nationalspieler, die sich in Moskau mit dem 0:1 gegen Mexiko ziemlich stark den Magen verrenkten, heißt es jetzt erst einmal: Drei Kugeln im Becher, mit Waffel und viel Schlag obendrauf. Sotschi schmeckt nach mehr. Oder Meer. Oder wie man’s eben nimmt.

In der Metropole am Schwarzen Meer ist gerade Hochsaison. Keine 200 Meter vom Trainingsplatz der deutschen Mannschaft entfernt, aalen sich Urlauber auf dem
gepflegten Kiesstrand. Familien, viele Kinder. Sie planschen im warmen Wasser. Weiter draußen schwebt einer mit dem
riesigen Gleitdrachen durch die Luft, ein Motorboot zieht ihn kreuz und quer. Keine Wolke am Himmel, die Palmen
rascheln im leichten Wind.
Hier lässt es sich aushalten.

Doch es ist sonderbar. Vor
einem Jahr, als die deutsche Auswahl sich im Confed-Cup hier niedergelassen hatte, war es in diesem Vertel, das vor den Olympischen Spielen 2014 aus dem Boden gestampft wurde, wie ausgestorben. Nur ein paar Familien, weniger Kinder. Viele Baustellen, obwohl die meisten Häuser leer zu stehen schienen. Gehämmert und geklopft wird immer noch überall. Mal sehen, wie viele Strandbesucher am Samstag ins Stadion kommen.

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