Der SV Werder Bremen hofft vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) weiter auf die Qualifikation zur Europa League.

„Wir haben uns vor dem ersten Training in dieser Woche mit dem Mannschaftsrat zusammengesetzt und gefragt: Wo stehen wir jetzt? Das Ergebnis war, dass wir weiterhin um Europa spielen“, erklärte Werder-Trainer Florian Kohfeldt. Die Bremer haben nach zwei Niederlagen in Serie als Tabellenneunter vier Zähler Rückstand auf Rang sieben und dazu ein schweres Restprogramm. „Wir bleiben bei der Zielsetzung“, sagte auch Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein.

Die Hanseaten können gegen den Tabellenzweiten auf Teamkapitän Max Kruse und Angreifer Milot Rashica bauen. „Sie sind im Vollbesitz ihrer Kräfte und sind dabei“, betonte Kohfeldt. Kruse hatte zuletzt mit einer Oberschenkelprellung zu kämpfen, Rashica brach am Mittwoch aufgrund einer Sehnenverletzung das Training ab. Fehlen wird gegen den BVB Abwehrchef Niklas Moisander, der eine Gelbsperre absitzen wird. „Ihn wird Marco Friedl ersetzen“, kündigte der Werder-Coach an.

Der Ausfall von Dortmund-Kapitän Marco Reus aufgrund einer Rotsperre sieht Kohfeldt als kleinen Vorteil an. „Ich bewundere ihn und seine Spielweise. Er ist ein wahnsinnig guter Typ, er wird ihnen fehlen“, erklärte Kohfeldt und ergänzte: „Sie haben auch noch viele andere gute Spieler. Dazu wird sich auch ihre Spielweise nicht verändern.“

Werder Bremen steht kurz vor der festen Verpflichtung von Leihspieler Marco Friedl vom FC Bayern München. „Ich denke, dass wir eine Einigung im Laufe der nächsten Woche hinbekommen werden“, erklärte Bremens Sportchef Frank Baumann. Der für die laufende Saison ausgeliehene Abwehrspieler steht beim deutschen Rekordmeister noch bis zum 30. Juni 2021 unter Vertrag.

Für die Hanseaten kam der 21-Jährige bislang auf vier Bundesliga-Einsätze und zwei DFB-Pokalspiele. „Marco würde gerne bei Werder bleiben. Er spürt das Vertrauen. Jetzt müssen wir noch mit dem FC Bayern eine Einigung erzielten, aber da sind wir in guten Gesprächen“, sagte Baumann zuversichtlich. Werder-Trainer Florian Kohfeldt bezeichnete den Österreicher als Innenverteidiger, der die Bremer „dauerhaft verstärken“ kann.

Unterdessen kündigt sich der Abgang von Stürmer Aron Johannsson an. „Ich bin sehr traurig, dass ich gehen muss, denn ich hatte hier unglaublich viel Pech“, sagte der US-Amerikaner dem Onlineportal „deichstube.de“. Der Angreifer wechselte im Sommer 2015 für rund vier Millionen Euro aus Alkmaar an die Weser und kam nach zahlreichen Verletzungen lediglich auf 27 Bundesligaspiele.

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