Querpass Wenn englische Agenten nerven

 über Transferfristen im Profifußball
über Transferfristen im Profifußball © Foto: Wolfgang Scheerer
Ulm / swp 25.08.2018

31. August, 23.59 Uhr – Tag und Uhrzeit haben im Profifußball besondere Bedeutung. Bis spätestens dann müssen in großen Spielklassen, wie der Bundesliga, der spanischen La Liga oder Frankreichs Ligue 1, Spielerwechsel über die Bühne gebracht sein. Der Countdown läuft. Bis das Transferfenster, wie es im Fußball-Deutsch heißt, endlich schließt, wächst spürbar die Nervosität. Kommt Top-Verteidiger X? Wird Klub Y den ungebliebten Großverdiener Z doch noch los?

Ist schon schräg! Die Bundesligasaison läuft seit gestern, bis aber der Sport an sich im Mittelpunkt steht, vergeht eine geschlagene weitere Woche. So lang können die Vereine noch auf dem Markt aktiv werden, leihen, kaufen, verkaufen. In England und Italien hat man die Uhr jetzt zurückgedreht.

Das Hickhack, während bereits gekickt wird, soll ein Ende haben: Wechsel in die Premier League waren nur bis 9. August, in die Serie A bis 17. August möglich. Abgeben allerdings können die Klubs weiterhin Spieler, bis anderswo die Frist endet – also zum Beispiel in die Bundesliga. Ergebnis: „Englische Agenten nerven von morgens bis abends, weil sie wahrscheinlich noch 100 Spieler loshaben wollen“, klagt Schalke-Manager Christian Heidel. Verzweifelt ruft vielleicht bald irgendein Kollege in Brüssel an: Damit dort, wo alles immer so schön ver-EU-einheitlicht wird, auch dem Fußball gemeinsame Grenzen gesetzt werden.

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