Er ist Weltmeister, eines der größten Nachwuchstalente und nun der fünftteuerste Neuzugang des FC Bayern MünchenBenjamin Pavard hat mit 22 Jahren schon Erfolge gefeiert, von denen die allermeisten Fußballer nur träumen können. Dabei waren die Anfänge des Franzosen alles andere als verheißungsvoll.

Denn der Franzose lernte das Fußballspielen nicht bei einem Top-Klub, sondern im nordfranzösischen Städtchen Jeumont. Dort entdeckten die Jugendtrainer des US Jeumont jedoch schnell das Talent des damals erst Sechsjährigen.

Musterschüler in Lille

Folgerichtig wechselte Pavard bereits im Alter von neun Jahren zum OSC Lille. Beim französischen Erstiligsten entwickelte sich der Verteidiger zum Musterschüler: Er durchlief alle Jugendabteilungen und feierte 2015 als 18-Jähriger sein Profi-Debüt in der französischen „Ligue 1“.

In der höchsten französischen Spielklasse sorgte Pavard trotz seines Jungen Alters sofort für Furore – schon nach seinem ersten Profijahr war er aus dem Kader des OSC Lille nicht mehr wegzudenken.

Durchbruch beim VfB

Im Sommer 2016 folgte dann der nächste Karriereschritt. Für fünf Millionen Euro lotste der VfB Stuttgart den jungen Franzosen von Lille an den Neckar. Und das, obwohl die Schwaben frischgebackener Bundesliga-Absteiger war.

Doch der VfB nahm die Herausforderung an und schaffte nur ein Jahr später den direkten Wiederaufstieg – auch dank Benjamin Pavard, der sich in der Innenverteidigung des VfB zum Leistungsträger gemausert hatte.

Sternstunde in Russland

Diese Entwicklung blieb auch von Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps nicht unbemerkt. Im November 2017 ließ der 50-Jährige Pavard erstmals in der „Équipe Tricolore“ spielen. Im Sommer 2018 nahm er den VfB-Akteur dann mit zu der Weltmeisterschaft in Russland.

Was folgte, war wohl der schönste Monat in Pavards bisherigem Leben. Der Verteidiger blühte bei der WM auf, etablierte sich als Stammspieler und feierte mit dem französischen Team den Weltmeister-Titel. Zudem wurde Pavard noch eine persönliche Ehre zuteil: Die Fifa kürte sein Tor gegen Argentinien zum schönsten Treffer des Turniers.

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Wechsel mit Ansage

Damit gelangte Pavard zu weltweitem Ruhm – und landete gleichzeitig auf dem Zettel europäischer Topklubs. Besonders der FC Bayern buhlte um den jungen Franzosen. Bereits im Sommer bekundete der FC Bayern sein Intresse, Pavard zu verpflichten.

Und auch Pavards Ansprüche stiegen. So stellte er immer wieder klar, künftig Champions League spielen zu wollen. Eine Forderung, die der abstiegsbedrohte VfB nicht erfüllen kann.

Somit kommt nun Pavards Wechsel zum bayerischen Rekordmeister mit Ansage – und ist wohl auch der logische Entwicklungsschritt. Trotzdem wird das Abenteuer München für den Verteidiger kein Zuckerschlecken. Denn eins ist sicher: Mit Mats Hummels und Jerome Boateng trifft Pavard auf harte Konkurrenz für seine Position.

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