VfB Stuttgart VfB-Trainer Korkut muss Kritik der Fans ausblenden

Optimistisch: VfB-Cheftrainer Tayfun Korkut.
Optimistisch: VfB-Cheftrainer Tayfun Korkut. © Foto: Eibner
Wolfsburg / Wolfgang Scheerer 03.02.2018

Keine Frage, Tayfun Korkut hätte sich einen anderen Start beim VfB gewünscht. Einen mit Unterstützung der Stuttgarter Fans statt vielstimmiger Empörung. Die ganze Woche über musste der 43 Jahre alte Schwabe mit türkischen Wurzeln so gut es geht ausblenden, dass ihm jenseits des Klubgeländes nur wenige zutrauen, mit der Mannschaft den Klassenerhalt zu schaffen.

Zu wenig hat er Außenstehende bei seinen bisherigen Profi-Stationen in Hannover, Kaiserslautern und Leverkusen überzeugt. Dabei braucht es zunächst nur einen einzigen Erfolg, und schon hätte Korkut mehr Ruhe im Umfeld: heute (15.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg. Mit dem ersten Auswärtssieg wäre geglückt, was Vorgänger Hannes Wolf nicht gelang. „Dieser Wind, der herrscht, verändert nichts an meiner Arbeit“, behauptete Korkut gestern bei der Pressekonferenz vor seiner Premieren-Partie. „Ich konzentriere mich auf meinen Job und verspüre ein positives Prickeln. Die Situation ist uns allen klar, aber ich sehe es vor allem als Chance nicht nur zu punkten, sondern einen Dreier zu setzen und die negative Auswärtsserie zu stoppen. Wir sind sehr, sehr optimistisch.“

Badstuber fällt erneut aus

Personelle Veränderungen in der Startformation sind geplant. Welche genau, hat Korkut noch nicht verraten. Klar ist, dass er wie Wolf zuletzt gegen Schalke (0:2) auf Holger Badstuber verzichten muss. Der Abwehrschef hat weiterhin muskuläre Probleme im Adduktorenbereich.

Auch Änderungen in der taktischen Ausrichtung hat der neue Cheftrainer angekündigt. Ein Knackpunkt ist vor allem die Abschlussschwäche mit bisher insgesamt 13 Saisontoren. Korkut dürfte deshalb besonderen Wert aufs schnelle Umschaltspiel legen. Und darauf, dass der zum VfB zurückgekehrte Ex-Wolfsburger Mario Gomez als Mittelstürmer mit möglichst vielen Pässen und Flanken gefüttert wrid. Gelingt dem 32-Jährigen im vierten Spiel der erste Treffer, könnte es mit Glück der entscheidende sein.

Höchste Konzentration ist gefragt. Dazu muss auch die Mannschaft die vielen Nebengeräusche ausblenden.