Themen in diesem Artikel

VfB Stuttgart
Stuttgart / tgo/ws  Uhr

Der VfB Stuttgart hat im Fall Kevin Großkreutz reagiert und sich mit sofortiger Wirkung „einvernehmlich“ von dem früheren Nationalverteidiger getrennt. Der 28-Jährige, der zum Weltmeister-Kader 2014 zählte, entschuldigte sich sehr emotional beim Verein und den Fans. Schluchzend sagte er in die Kameras: „Ich möchte hier nicht einfach so abhauen. Ich habe einen Fehler gemacht. Ich habe mich mit dem Verein identifiziert. Trotzdem ist es jetzt so gekommen. Es tut mir sehr leid.“

In der Nacht zum Dienstag war er mit drei Jugendspielern in der Stuttgarter City unterwegs gewesen und Opfer einer Prügelei geworden. „Die Vorgänge können aus unserer Sicht nicht folgenlos bleiben. Gerade die Profis der ersten Mannschaft haben eine besondere Vorbildfunktion für den Verein im Allgemeinen und unsere Jugendspieler im Besonderen“, sagte Jan Schindelmeiser, der Sportvorstand des Zweitliga-Ersten.

Der VfB hatte Großkreutz Anfang 2016 mitten im Bundesliga-Abstiegskampf verpflichtet, obwohl er als Heißsporn bekannt war, 2014 einen Fan mit einem Döner beworfen haben soll und nach dem Pokalfinale betrunken in einer Berliner Hotellobby uriniert hatte.