VfB Stuttgart Training für die VfB-Fans

Mit seiner großen Erfahrung soll er beim VfB Stuttgart für mehr Kreativität im Spiel nach vorne sorgen: Rückkehrer Daniel Didavi, hier zusammen mit dem ehemaligen Nationalverteidiger Andreas Beck (links).
Mit seiner großen Erfahrung soll er beim VfB Stuttgart für mehr Kreativität im Spiel nach vorne sorgen: Rückkehrer Daniel Didavi, hier zusammen mit dem ehemaligen Nationalverteidiger Andreas Beck (links). © Foto: Marijan Murat/dpa
Stuttgart / Wolfgang Scheerer 06.07.2018

Tayfun Korkut und seine Spieler haben heute um 16 Uhr einen wichtigen Termin: Mit besonderer Spannung verfolgen sie vor dem Bildschirm, wie sich Teamkollege Benjamin Pavard im WM-Viertelfinale Frankreich gegen Uruguay schlägt. Der Höhenflug des 22-Jährigen geht ungebremst weiter. Während er in Russland spielt, überschlagen sich daheim fast täglich die Meldungen.

Die neueste: Bayern München hat sich mit dem VfB für Sommer 2019 bereits auf Pavards Wechsel geeinigt. Das will der „kicker“ von einem Insider erfahren haben: Gleich nach dem letzten Ligaspiel, das Trainer Korkuts Elf in München überraschend 4:1 gewonnen hat, soll der FC Bayern „alles geregelt“ haben. Pavard hat in seinem bis 2021 laufenden Stuttgarter Vertrag eine Ausstiegsklausel für kommendes Jahr mit einer festgeschriebenen Ablösesumme von 35 Millionen Euro. Für lediglich vier Millionen war der Verteidiger 2016 vom OSC Lille zum damaligen Zweitligisten VfB gekommen.

Zweiter Pflichttermin für Tayfun Korkut und Co. dann morgen um 11 Uhr: der offizielle Trainingsauftakt. Nach dem Leistungstest am Montag laufen die ersten Übungseinheiten zwar seit Dienstag. Den Fans präsentiert sich die Mannschaft um Kapitän Christian Gentner mit allen bisherigen Neuzugängen allerdings erst morgen – übrigens ganz ungewohnt auf dem Rasen des Polizeisportvereins, weil im Robert-­Schlienz-Stadion gerade umgebaut wird.

Im Mittelpunkt der Spielervorstellung stehen zwei Routiniers: Daniel Didavi, Rückkehrer von Fast-Absteiger VfL Wolfsburg, und Gonzalo Castro (Borussia Dortmund). Der aus Nürtingen stammende Didavi trug schon von 2008 bis zum Abstieg 2016 das VfB-Trikot. Der zentrale Mittelfeldspieler Castro, 31 Jahre alter gebürtiger Wuppertaler, und Spielmacher Didavi, 28, sollen für zusätzliche Stabilität und Kreativität sorgen. Mit ihnen könnte Korkut beispielsweise auch vom bisherigen 4-4-2 auf ein 4-2-3-1-System umstellen.

Vor Didavi und Castro waren bereits Rechtsverteidiger Pablo Maffeo (Manchester City), Linksverteidiger Borna Sosa (Dinamo Zagreb), das polnische Offensivtalent David Kopacz (Borussia Dortmund) und Abwehrspieler Marc Oliver Kempf (SC Freiburg) verpflichtet worden. Stürmer Mario Gomez, der nach dem frühen deutschen WM-Aus bis zum Start des Trainingslagers am 27. Juli in Grassau Urlaub hat, fehlt noch. Genauso wie Verteidiger Marcin Kaminski, der erst Anfang kommender Woche einsteigt. Und eben Benjamin Pavard.

Heim-Auftritt gegen Atlético Madrid

Sechs Tests sind bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal bei Hansa Rostock (18. August) geplant: beim SSV Reutlingen (13. Juli, 19 Uhr), dann beim FV Illertissen, Ex-Klub von Co- Trainer Ilija Aracic (18. Juli, 18.30 Uhr). Nichtöffentlich ist das Duell mit Großaspach (21. Juli). In Sandhausen spielt der VfB am 25. Juli (18.30), nach dem Trainingslager in Grassau/Chiemsee gegen Atlético Madrid (5. August, 16.45) und in Weinstadt gegen San Sébastian (11. August, 17 Uhr).

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