DFB-Pokal Stögers Team plötzlich wie ausgewechselt

dpa 26.10.2017

Zwei Tage nach der Trennung von Jörg Schmadtke hat der 1. FC Köln den Bann gebrochen und das DFB-Pokal-Achtelfinale erreicht. Nach zwölf Pflichtspielen ohne Sieg gewann das Bundesliga-Schlusslicht bei Hertha BSC in der zweiten Runde mit 3:1 (2:0). Es war der zweite Sieg im 14. Spiel der Saison.

Simon Zoller (35.), Kapitän Dominic Maroh (43.) und Christian Clemens (64.) führten das kämpferisch starke und phasenweise rauschhaft aufspielende Sorgenkind der Bundesliga mit ihren Toren zum so wichtigen Triumph. Eine Berliner Aufholjagd blieb trotz des Treffers von U-21-Europameister Niklas Stark (69.) aus. Viel Zeit zum Feiern bleibt den Kölnern aber nicht: Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es für das Tabellenschlusslicht in der Liga zum Derby bei Bayer Leverkusen.

Durch die Niederlage platzte wieder einmal der Traum der Berliner vom ersten Pokalfinale im eigenen Stadion. Lediglich die Hertha-Amateure waren 1993 ins Endspiel gekommen und an gleicher Stelle Bayer Leverkusen mit 0:1 unterlegen. Wettbewerbsübergreifend ist Berlin seit sieben Spielen ohne Sieg – auch in der Hauptstadt beginnt eine Krise.

Köln fehlte es vor 33 459 Zuschauern zu Beginn an Finesse im Offensivspiel. Hertha war anfangs ballgewandter und zielstrebiger.  Im zweiten Durchgang schafften es die Gastgeber nicht, ausreichend Gefahr zu entwickeln. Die Anläufe der Hertha verpufften meist ohne Ertrag.