Fußball Steffi Jones setzt bei der EM auf deutsches „Titel-Gen“

Schwäbin im EM-Kader: Leonie Maier aus Remseck.
Schwäbin im EM-Kader: Leonie Maier aus Remseck. © Foto: dpa
Sint-Michielsgestel / sid 17.07.2017

  Vieles ist neu, doch eines soll unbedingt beim Alten bleiben: Die deutschen Serientäterinnen wollen bei der Fußball-EM zum siebten Mal in Folge zuschlagen. Angeführt von der neuen Bundestrainerin Steffi Jones starten die Olympiasiegerinnen heute (20.45 Uhr/ARD) selbstbewusst in die Endrunde in den Niederlanden.

Der Klassiker gegen Schweden ist gleich eine echte Standortbestimmung für die runderneuerte Auswahl, die nach der U21 und dem Männer-Team das deutsche Titel-Triple in diesem Sommer perfekt machen kann. „Wir wissen, dass sie hoch motiviert sind, um endlich wieder einmal eine deutsche Mannschaft zu schlagen. Aber das sind wir auch“, sagte Jones über die Schwedinnen: „Wir wollen einen guten Start in das Turnier.“

Die Statistik spricht für einen erfolgreichen Auftakt. Seit 1995 hat Deutschland in Pflichtspielen immer gegen Schweden gewonnen (elf Siege in 13 Duellen), zuletzt ging die DFB-Auswahl bekanntlich auch im Olympiafinale vergangenen Sommer in Rio (2:1) als Sieger vom Platz. Zudem hat der zweimalige Weltmeister noch nie ein EM-Auftaktspiel verloren.

Die DFB-Auswahl  will mit Jones‘ Spielphilosophie von kreativen Ballbesitzfußball aufwarten. Zudem setzt die Nachfolgerin von Silvia Neid auf das „Titel-Gen“ der Deutschen. „Ohne überheblich zu werden, glauben wir einfach an unsere Stärken“, sagte die 44-Jährige der Bild am Sonntag.

Nicht weniger selbstbewusst gehen die Schwedinnen in die EM. Trainerin Pia Sundhage ließ sich gar zu einer Kampfansage hinreißen. „Wir sind einfach dran mit einem Sieg gegen sie, und sie sind dran mit einer Niederlage“, sagte Schwedens Frauenfußball-Ikone, die nach dem Turnier ihren Posten räumt. Jones konterte: „Liebe Pia Sundhage, wir haben auch vor zu gewinnen und wollen die drei Punkte einfahren, tut mir leid.“

Drei Punkte wären für den Gruppensieg Gold wert, da die weiteren Vorrundengegner Italien (Freitag, 20.45 Uhr/ARD) und Russland (25. Juli, 20.45 Uhr/ZDF) weniger anspruchsvoll sind.