Klaus Hofmann, Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, hat die in der Champions League an die Top-Clubs ausgeschütteten Gelder kritisiert. „Durch die Geldverteilung wird die Chancengleichheit getötet“, sagte Hofmann im Interview der „Augsburger Allgemeinen“.

Er begründet seine Meinung so: „Wenn Sie als Champions-League-Teilnehmer aus Deutschland in der Vorrunde ausscheiden, ohne ein Spiel zu gewinnen, aber dennoch allein an Prämien mehr bekommen, als ein Verein wie der FCA im Jahr Personalaufwendungen hat, verstehe ich die Welt nicht mehr.“

Für Hofmann sei es eine „Perversion des Systems“, dass die zuletzt von der Europäischen Fußball-Union UEFA angedachte Reform der Königsklasse mit einem Auf- und Abstiegssystem zu einer weiteren Verfestigung des Status quo führe.

„Da geht es ausschließlich darum, den Status quo der Teams beizubehalten, die einmal drin sind“, erklärte Hofmann und erwartet deshalb von der Deutschen Fußball Liga, Stellung gegen Vorhaben der UEFA und des Weltverbandes FIFA zu beziehen, die „ganz klar gegen die nationalen Ligen“ zielen würden. „Als ich vor einigen Jahren gesagt habe, dass die Champions League die nationalen Ligen kaputt macht, bin ich ausgelacht worden“, sagte der 51-Jährige.

„Wenn diese reformierte Champions League kommen sollte, wäre der Unterschied zwischen den Clubs, die in der Champions League spielen und den anderen 13 oder 14, so brutal, dass es keinen wirklichen Wettbewerb mehr geben würde“, befürchtet der FCA-Chef.