Hannover Polanski sauer, weil sich die Kollegen ergeben

Der Hoffenheimer Eugen Polanski redet Klartext nach der Niederlage. Foto: dpa
Der Hoffenheimer Eugen Polanski redet Klartext nach der Niederlage. Foto: dpa
Hannover / DPA/SID 11.02.2013

"Wir müssen einfach geiler auf Tore werden" - Hoffenheims Mittelfeldspieler Eugen Polanski platzte nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei Hannover 96 lautstark der Kragen. Der 26 Jahre alte Pole, in der Winterpause von Mainz 05 zur TSG gewechselt, konnte nicht glauben, mit welcher Nonchalance sich einige seiner Teamkollegen in diese unnötige Niederlage ergaben.

Die fein dosierte Kritik von Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller am uninspirierten Auftritt der Kraichgauer in der WM-Arena am Maschsee war Nationalspieler Polanski viel zu milde: "Ich bin fast sprachlos und verstehe nicht, warum wir in unserer Situation nicht einfachen, ehrlichen Fußball spielen." Denn sonst wird die TSG absteigen. 17:8 Torschüsse zählten die Statistiker, 10:5 Ecken, sie ermittelten einen Ballbesitz von 55 Prozent. Die Punkte aber blieben an der Leine, dennoch warfen die Verantwortlichen nur mit Wattebällchen nach ihren Profis.

Polanski hingegen redete Klartext: "Einige fühlen sich bei uns von so etwas nicht angesprochen. Das muss dringend thematisiert werden." Auch die Leistung könnte auf Dauer zu wenig sein, um die Klasse zu erhalten. Die Hoffenheimer Fans jedenfalls haben den Abstiegskampf ihres Klubs ganz offensichtlich schon verloren gegeben. Gerade einmal 123 Gästefans hatten das Team begleitet. Und so wird das Landesderby am kommenden Wochenende gegen den VfB Stuttgart fast schon die letzte Chance, den Relegationsplatz 16 wenigstens mittelfristig zu verlassen.