Kommentar Armin Grasmuck über Gomez’ Rücktritt aus der DFB-Auswahl Mario Gomez: Konsequent und richtig

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Stuttgart / Armin Grasmuck 06.08.2018

Den Zeitpunkt hat Mario Gomez bewusst gewählt. Am „Tag des Brustrings“, an dem sein VfB sich im großen Rahmen selbst feierte, verkündete der Torjäger seinen Rücktritt aus der deutschen Auswahl und bescherte dem Klub seines Herzens an diesem Festtag die maximale Aufmerksamkeit.

Gomez fasste sich in klaren und nachvollziehbaren Worten. Sein Rückzug aus der Nationalmannschaft ist konsequent und, nüchtern betrachtet, genau der richtige Schritt. Er hat das passende Alter, er ist speziell nach dem kollektiven Versagen der Deutschen bei der WM in Russland kein Mann für den Neuaufbau – und er kann sich in Zukunft voll auf seine Aufgaben in Stuttgart konzentrieren.

Selbst wenn es für ihn in der DFB-Auswahl keineswegs immer rund lief: Gomez war eine verlässliche Größe, er brachte sich stets im Sinne des Mannschaftsgeists ein und er ist faktisch einer der treffsichersten deutschen Angreifer der abgelaufenen Dekade. Nach seinem Debüt im Jahr 2007 fand er, anfangs noch zaghaft, seinen Platz in der Elf von Joachim Löw.
Zuletzt versuchte er, als integrativer Faktor zu punkten, in Russland freilich erfolglos.

Gomez ist nach Mesut Özil der zweite Akteur, der nach dem WM-Debakel zurücktritt. Özil und der eine oder andere Routinier, der in den vergangenen Wochen und Monaten hinter den Ansprüchen zurückblieb, sollten sich an dem
professionellen Abgang des Schwaben ein Beispiel nehmen.

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