Fußball Spatzen: Viel Los beim 1:1 gegen Hoffenheim II

Mittelfeldspieler Volkan Celiktas (vorn), seit einem Jahr bei den Spatzen, erzielte in Sinsheim sein erstes Regionalliga-Tor für den SSV Ulm 1846 Fußball, scheitert aber in dieser Szene.
Mittelfeldspieler Volkan Celiktas (vorn), seit einem Jahr bei den Spatzen, erzielte in Sinsheim sein erstes Regionalliga-Tor für den SSV Ulm 1846 Fußball, scheitert aber in dieser Szene. © Foto: Siegfried Lörz
Ulm / Winfried Vogler 11.02.2018
Es ging hin und her in Sinsheim bis zur letzten Minute, als der Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball einen Strafstoß verschoss. Am Ende war das 1:1 ein gerechtes Resultat.

Zwei Tore, ein Platzverweis, ein Torhüter mit überragenden Paraden, ein Treffer, der aberkannt wurde und ein verschossener Last-Minute-Elfmeter gegen nur noch zehn Gegenspieler. Beim 1:1 (0:1) in der emotionalen Partie bei 1899 Hoffenheim II  war einiges los. Die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 haben zum Punktspielauftakt nach der Winterpause zumindest einen Kaltstart in das neue Fußballjahr verhindert.

Die Ulmer brachten sich selbst um die maximale Ausbeute. Stürmer Thomas Rathgeber hätte den Sack zumachen können in der Nachspielzeit (90. +1). Da lag der Ball auf dem Elfmeterpunkt, und Ulms Routinier sollte verwandeln. Doch mit einem Fehlschuss verschenkte der 32-Jährige den Auswärtssieg. „Kein Vorwurf an Thomas, er hat das Risiko genommen, und dann muss man auch mal damit rechnen, dass er daneben geht“, sagte SSV-Trainer Tobias Flitsch. „Natürlich unglücklich, wie es gelaufen ist. Aber so ist es vielleicht leistungsgerechter“, meinte  Alper Bagceci.

Beide Teams schienen nach der Winterpause richtig Lust auf Fußball zu haben. In der intensiven Startphase mit vielen Zweikämpfen spielte der SSV 46 mutig mit und hielt die Partie offen. Doch dann erlangten die Gastgeber, die sechs U-20-Nationalspieler in ihren Reihen hatten, mit ihren variablen Angriffsaktionen ein Übergewicht. Gleich drei Mal standen 1899-Stürmer allein vor Holger Betz. Der spielte seine ganze Routine aus und parierte jeweils glänzend. „Er hat uns die Null zunächst gehalten“, lobte Trainer Flitsch seinen Torhüter.

„Wenn man die klarsten Chancen nicht nutzt, bekommt man irgendwann das Gegentor“, gab Hoffenheims Trainer Marco Wildersinn zu Protokoll. Tatsächlich erzielten die Ulmer die Führung quasi aus dem Nichts. Nach Zuspiel von Ardian Morina bezwang Volkan Celiktas (31.) mit einem platzierten Schuss aus 20 Metern den einheimischen Keeper. Der Torschütze war für den wegen Krankheit ausgefallenen Christian Sauter, der gestern seinen 30. Geburtstag feierte, in die Startformation gerückt.

Bis zum Schluss nicht ausgetobt

Mit der schmeichelhaften Führung gingen die Ulmer in die Pause, aus der sie hellwach zurückkamen.  Morina hatte unmittelbar nach Wiederbeginn die Möglichkeit zum zweiten Treffer, doch Torhüter Draband reagierte glänzend. Wenige Minuten später nutzten die Kraichgauer eine erneute Unordnung in der SSV-Abwehr. Winterneuzugang Luigi Campagna brachte den durchgebrochenen Johannes Bühler zu Fall, und Osei Prince Owusu (59.) verwandelte den fälligen Elfmeter sicher.

Beide Teams hatten sich noch nicht ausgetobt.  Ganz im Gegenteil, es war weiter viel Dampf in der Partie, die sich nach der Gelb-Roten Karte für Justin Hoogma (72.) zugunsten der Ulmer neigte. Dann folgte ein echter Aufreger für die Gäste: Rathgeber hatte nach Vorlage des eingewechselten Steffen Kienle getroffen, doch Schiedsrichter Patrick Kessel (Norheim) gab das Tor nicht  – eine zweifelhafte Entscheidung. Der Ball soll zuvor im Toraus gewesen sein. In der Nachspielzeit entschied der Referee auf Strafstoß, als Rathgeber unfair gestoppt wurde. Doch der Gefoulte scheiterte am Hoffenheimer Keeper.

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