Haupt-Gesellschafter Martin Kind vom Fußball-Bundesligisten Hannover 96 kann nicht nachvollziehen, dass es in der 50+1-Frage immer noch keine Entscheidung gibt.

„Die Dauer von 20 Monaten ist nicht akzeptabel. Auch nach der letzten gemeinsamen Sitzung noch mal acht Monate ist nicht zu akzeptieren“, sagte Kind in der Sky-Talksendung „Wontorra“. „Ein Gericht, aber auch ein Schiedsgericht müssen ein Urteil sprechen - bezogen auf die Rechtsfrage. Sie können keine Politik machen.“

96 hatte schon vor Monaten eine Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung von der sogenannten 50+1-Regel beantragt. Diese besagt, dass ein Stammclub die Mehrheit an ausgegliederten Kapitalgesellschaften halten muss. Kind jedoch will seinen Club für mehr regionale Investoren öffnen. Die Deutsche Fußball Liga hatte Kinds Antrag bereits im vergangenen Juli abgelehnt. Seitdem ist der Fall beim Ständigen Schiedsgericht der Lizenzligen anhängig.

„Das muss jetzt beendet werden. Die können entscheiden, wie sie wollen, aber sie müssen jetzt entscheiden. Richter sind beauftragt und das ist ihr Job, zu entscheiden und nicht zu politisieren“, so Kind weiter. Allerdings hatte 96 nach Kinds Rückzug als Präsident des Stammvereins den Aufschub einer Entscheidung beantragt, um zunächst klären zu können, ob der Antrag zurückgenommen werden kann.

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