Es war ein Offenbarungseid, eine Bankrotterklärung, pure Hilflosigkeit. Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat im Abstiegsduell in Düsseldorf mit 0:3 verloren. Die Zeit des ohnehin umstrittenen Trainers ist nach wenigen Monaten quasi vorbei. Es geht nicht um Spekulationen, sondern um einen Schritt, der notgedrungen folgen muss.

Mit Markus Weinzierl geht es nicht weiter. Er selbst hat es versäumt, Argumente für sein Bleiben anzubieten. Es muss ein neuer Trainer her. Selbst so ein alter Haudegen wie Felix Magath scheint in dieser völlig festgefahrenen Situation der richtige zu sein. Weinzierls sportliche Bilanz ist ernüchternd: gerade drei Siege und zehn Punkte in 14 Spielen gab es unter Weinzierl, dem Nachfolger des am siebten Spieltags entlassenen Tayfun Korkut.

Markus Weinzierl passt nicht zu dieser Mannschaft und zu diesem Konstrukt VfB Stuttgart. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Feststellung. Der ehemalige erfolgreiche Augsburger Coach hat es in seiner kurzen Amtszeit nicht geschafft, irgendetwas beim VfB zu bewegen, zu wecken, rauszukitzeln, das Anlass gibt, nur ein wenig optimistisch in die Zukunft zu schauen. Sicherlich haben überhöhte Erwarten beim VfB nach der tollen Rückrunde in der vergangenen Saison noch eine Rolle gespielt. Die größte Fehleinschätzung aller Zeiten hat einen konkreten Namen: VfB.