Manchester Jeder trägt sein Päckchen

Vorfreude auf Manchester City: BVB-Coach Klopp.
Vorfreude auf Manchester City: BVB-Coach Klopp.
Manchester / SID 02.10.2012
Für die Youngster von Borussia Dortmund geht ein Traum in Erfüllung, für Schalke 04 geht es in der Champions League um Wiedergutmachung.

Die Reise auf die Insel ist für Mats Hummels "ein Traum", für Neven Subotic "eine Herausforderung" und für Ilkay Gündogan "einfach großartig": Für das Duell mit der "Weltauswahl" des englischen Meisters Manchester City braucht Trainer Jürgen Klopp seine Youngster nicht zu motivieren. "Das ist die ganz große Bühne. Natürlich freue ich mich darauf. Schließlich will ich mich mit den Besten der Welt messen", sagte Abwehrspieler Subotic vor dem zweiten Gruppenspiel der Champions League morgen (20.45 Uhr/ZDF). "Wir haben richtig Lust drauf", bestätigte auch Kloppder gestern einen 6000-Euro-Strafzettel für seinen Platzverweis in Frankfurtz erhielt. Trotz des 5:0 gegen Mönchengladbach als richtige Reha-Maßnahme zur rechten Zeit für seine verunsicherte Truppe sieht er "keine Berechtigung, jetzt eine dicke Lippe zu riskieren. Nach dem Motto: Jetzt kommen wir!" Der Mix aus großer Vorfreude und "dem nötigen Respekt" begleite den BVB ins Etihad Stadion, wo Klopp den Double-Gewinner nicht ohne Chance sieht.

"Das ist eine starke Mannschaft, gespickt mit Weltstars. Aber wir wissen, wie wir gegen Manchester spielen müssen, um eine Möglichkeit zu haben - und die besteht", sagt Klopp, auch wenn City seit 15 Europacup-Spielen zu Hause ungeschlagen ist. Studiert habe er die Videos von den letzten Spielen des dreimaligen englischen Champions, auch jenes vom 2:3 zum Gruppen-Auftakt bei Real Madrid. Für den BVB geht es um einen Achtungserfolg als Rückenwind für das vielleicht vorentscheidende Heimspiel gegen Real (24. Oktober).

Für den FC Schalke 04 geht es dagegen um Wiedergutmachung. Ausgerechnet vor dem ersten Heimspiel in der Champions League ist die Stimmung im Keller. Von Vorfreude auf einen weiteren Europapokal-Festabend in der Schalker Arena morgen (20.45 Uhr) gegen den französischen Meister HSC Montpellier ist wenig zu spüren. Zu sehr wirkt das unnötige 2:2 beim Aufsteiger Fortuna Düsseldorf nach. "Schuldzuweisungen untereinander bringen nichts. Jeder hat sein Päckchen zu tragen", sagte Kapitän Benedikt Höwedes: "Es ist nicht nötig, dass wir uns in der Kabine gegenseitig anschreien und attackieren. Natürlich muss man die Sachen ansprechen und aus den Fehlern lernen. So was darf uns nicht noch mal passieren." Sportvorstand Horst Heldt nahm die Spieler in der Mannschaftskabine persönlich ins Gebet. Danach hieß die Devise Wiedergutmachung - zum zweiten Mal in dieser Saison. "Positiv ist, dass du das Spiel abhaken wirst und schnell weitermachst", sagte Mittelfeldspieler Jermaine Jones.

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