Tief unten im Ligakeller liegen die Nerven völlig blank. Erst sind beim Tabellenletzten in Nürnberg Sportvorstand und Trainer gefeuert worden. Wenig später legte der VfB nach: Der unglückliche Michael Reschke muss gehen. Nachfolger als Sportchef ist Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Obwohl die Turbulenzen damit einen weiteren Höhenpunkt erreichen: Es gab schon schlechtere Entscheidungen in Stuttgart.

Stuttgart

Hitzlsperger kennt das Profigeschäft und hat eine klare, gut begründete Meinung. Das zeigen die öffentlichen Auftritte als Co-Moderator fürs Fernsehen und im Verein, für den der erst 36-Jährige von 2005 bis 2010 aktiv war. Als Direktor des Nachwuchsleistungszentrums und als Präsidiumsmitglied war und ist er auf Tuchfühlung mit den Mannschaften und Trainern des VfB. In der Beliebheitsskala der Fans bekommt „The Hammer“, wegen seiner Schussgewalt so genannt, regelmäßig Bestnoten.

Hitzlsperger muss liefern

Von vergleichbaren Zustimmungswerten konnten Präsident Wolfgang Dietrich und vor allem Reschke in den letzten Wochen und Monaten nur träumen. Vor allem der 61-Jährige Sportvorstand, der fast 50 Millionen Euro in neue Spieler investierte, aber trotz des Trainerwechsels Anfang Oktober nichts damit erreichte, stand extrem in der Kritik. Nun wagt sich Hitzlsperger ins eiskalte Wasser. Er startet zwar mit einem kleinen Bonus. Doch auch „Hitz“ muss liefern, bevor im Bundesliga-Abstiegskampf alles zu spät ist.

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