Querpass In der Tiefe des Raumes

Wolfgang Scheerer über geografische Nachhilfe durch Sport
Wolfgang Scheerer über geografische Nachhilfe durch Sport © Foto: Wolfgang Scheerer
swp 13.06.2018

Während der Fußball-WM werden wir, falls an Wostok, dem Osten, interessiert, ganz nebenbei viel lernen – über Menschen und Städte, überhaupt über die Tiefe des russischen Raumes. Einiges mehr noch als jetzt gerade bei der alternativen Weltmeisterschaft, die in London ausgetragen worden ist.

Gewonnen haben die Kicker aus der Karpatenukraine mit 3:2 im Elfmeterschießen gegen die Mannschaft des von der Türkei beanspruchten Nordzypern.

Jawoll, Karpatenukraine! Die größten Städte dort sind übrigens Mukatschewo und Uschhorod. Aber wo ist dort? Und was ist die alternative WM?

Es handelt sich um die Titelkämpfe für Fußball-Konföderationen ohne nationale Anerkennung durch oder Anschluss an den Weltverband Fifa. Auf englischem Rasen traten diesmal 16 Teilnehmer-Teams bei der WM an.  Zu den Mitgliedern des Veranstalterbündnisses Conifa zählen  unter anderem Grönland, Monaco, Matabeleland aus dem Süden Simbabwes und beispielsweise auch der Verband der Region Franken.

Die siegreiche Karpatenukraine grenzt im Westen der Ukraine an Ungarn, Polen und die Slowakei. Die Ungarischstämmigen bilden die drittgröße Bevölkerungsgruppe. Die stärksten sind Ukrainer und (ohne Witz) Russinen. Aber das ist eine andere Geschichte. Und die reicht weit zurück. Bis mindestens ins 8. Jahrhundert.

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