Europa League Hoffenheim in der Europa League: Duell mit dem bulgarischen Pendant

Rasgrad / dpa 28.09.2017

Der Klub von Milliardär Dietmar Hopp beim Verein des Oligarchen Kiril Domustschiew: 1899 Hoffenheim tritt heute (21.05/Sky und Sport1) in seinem zweiten Europa-League-Spiel bei seinem bulgarischen Pendant an, allerdings: Von einem Aufstieg wie Ludogorez Rasgrad können selbst die Kraichgauer nur träumen. Der Klub war zuletzt sechsmal bulgarischer Meister.

Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Sporting Braga stehen die Hoffenheimer und Trainer Julian Nagelsmann schon unter Druck. Der Tabellenzweite der Bundesliga trifft jedoch im zweiten Gruppenspiel auf einen international bereits erfahrenen Emporkömmling: Rasgrad stand zweimal in der Gruppenphase der Champions League und scheiterte 2013/2014 im Achtelfinale der Europa League am FC Valencia.

Rasgrad hat gut 33 000 Einwohner, etwa 2000 weniger als Sinsheim, wo die Rhein-Neckar-Arena der TSG steht. Der Eigentümer von Ludogorez, der Geschäftsmann Kiril Domustschiew, zählt zu den reichsten Bulgaren. Dem 48-Jährigen gehört unter anderem der Pharma-Hersteller Huvepharma. 2011 kaufte Domustschiew den Zweitligisten Ludogorez Rasgrad auf, wurde mit dem Klub danach direkt Meister – und wiederholte diesen Erfolg fünfmal.

Hoffenheim muss sich in der nur 8000 Zuschauer fassenden Ludogorez-Arena mit einem bunt zusammengesetzten Team auseinandersetzen: Zum Kader von Trainer Georgi Dermendschiew gehören neben bulgarischen Spielern zehn Brasilianer, ein Argentinier, zwei Rumänen, ein Ukrainer, ein Pole, ein Niederländer, ein Kongolese sowie ein Profi aus Madagaskar.

TSG-Sportchef Alexander Rosen hofft in Rasgrad auf die Wende. „Unser Ziel: Wir wollen die Gruppenphase in der Europa League überstehen.“