1899 Hoffenheim Hoffenheim hat Klopp und Liverpool im Kopf – sonst nichts

In Erfurt gefordert: 1899-Trainer Julian Nagelsmann.
In Erfurt gefordert: 1899-Trainer Julian Nagelsmann. © Foto: dpa
Erfurt / dpa 14.08.2017
Der Favorit Hoffenheim hat Mühe, kommt aber weiter. Spielerisch war es nichts. Das soll und muss sich am Dienstag ändern, wenn die TSG erstmals in die Champions League einziehen will. Coach Nagelsmann freut sich auf das Duell mit Klopp.

Bei der Nachfrage nach Jürgen Klopp kam Fußball-Coach Julian Nagelsmann regelrecht ins Schwärmen. „Ich schätze und mag ihn sehr. Das lieb ich, wenn ein Trainer für was steht und nicht wie das Fähnchen im Wind ist“, sagte der Bundesliga-Trainer des Jahres. Und könnte da fast über sich selbst geredet haben. Doch Bewunderung hin oder her. Am morgigen Dienstag im „Spiel der Spiele“ will die TSG 1899 Hoffenheim im ersten Qualifikationsduell zur Champions League gegen Klopps FC Liverpool nicht nur bestehen, sondern gewinnen und sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel sichern.

Nagelsmann ließ sich die Vorfreude auf das bisher bedeutendste Duell der Vereinshistorie auch nicht durch das wenig sehenswerte 1:0-Gerumpel in der ersten DFB-Pokalrunde beim Drittligisten FC  Rot-Weiß Erfurt nehmen. „Hauptsache wir sind weiter. Erfurt war für uns kein Highlight. Wir haben den Kopf schon bei den nächsten Aufgaben, wo wir Spiele gegen Top-Gegner haben.“

Gegen die Mauertaktik der Thüringer fiel den Kraichgauern nicht so viel ein. Teils schlampig gespielt, zu ungeduldig, zu egoistisch – so das Fazit der Hoffenheimer. Ist die TSG ob der gezeigten Leistung mit Blick auf Liverpool beunruhigt? Mitnichten. „Wir erwarten ein gutes Spiel von uns. Ich hoffe, dass die Spieler, die heute nicht auf 100 Prozent gekommen sind, da rankommen. Dann ist es auch nicht einfach, gegen uns zu gewinnen“, sagte Nagelsmann. Von Nervosität keine Spur.

„Liverpool wird auch selber agieren, da werden wir ein paar mehr Räume haben“, sagte der wiedergenesene Stürmer Sandro Wagner, der ein Extralob vom Trainer bekam. „Es war seit ein paar Monaten mein erstes Spiel über 90 Minuten. Deswegen war es wichtig, dass ich spiele“, sagte Wagner, der auch morgen wieder in der Startelf stehen wird. Allein seine Präsenz, Körperlichkeit und Mentalität braucht Nagelsmann. Der ein oder andere ist dagegen laut Nagelsmann beim Liverpool-Casting durchgefallen. Ob der vom FC Bayern ausgeliehene Serge Gnabry zu seinem Start­elf-Debüt kommt, bleibt abzuwarten. In Erfurt kam der Ex-Bremer in der 56. Minute.