Hertha-Trainer Ante Covic sieht in dem ersten Bundesliga-Derby seines Clubs gegen den 1. FC Union kein Duell von Ost und West.

„Bei uns gibt es sowas nicht. So denken wir nicht. Wir sind ein Verein für Gesamt-Berlin“, sagte der Coach vor dem Auswärtsspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky) der „Berliner Morgenpost“. Der 44-Jährige verwies darauf, dass in der DDR geborene Spieler wie Andreas Thom und Axel Kruse bei Hertha spielten und Union viele Ex-Herthaner habe. „Da kann es für mich niemals zu einem Ost-West-Duell kommen. So etwas ist für mich künstlich aufgeblasen.“

Covic wurde als Sohn von Gastarbeitern in Berlin geboren und erlebte den Mauerfall vor 30 Jahren in Kroatien. „Ich erinnere mich noch wie heute, dass meine Eltern Tränen in den Augen hatten. Weil es einfach ein wunderschönes Ereignis war. Deswegen würde ich nie von Ost-West sprechen, ich finde das falsch“, sagte der frühere Bundesligaprofi und kroatische Junioren-Nationalspieler. Er freue sich auf ein emotionales Derby. „Aber lasst uns das alles bitte auf der sportlichen Ebene austragen, und bitte: Zieht die Mauer nicht wieder hoch.“

Nach vier Zweitliga-Duellen treffen im Stadion An der Alten Försterei der frühere DDR-Oberligist Union und der langjährige Bundesligist Hertha erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse aufeinander.

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