Der Höhenflug des 1. FC Heidenheim in der zweiten Fußball-Bundesliga geht weiter. Mit dem 2:1 bei Darmstadt 98, im sechsten Duell mit den Hessen der erste Dreier für die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt, befindet sich der FCH mit Platz vier und punktgleich mit Union Berlin auf Relegationsrang drei auf Schlagdistanz zu den Bundesliga-Aufstiegsplätzen. „Das war für uns eine perfekte Woche mit den Siegen gegen Dresden, Leverkusen und Darmstadt“, sagte Schmidt. „Und das waren alles schwere Aufgaben.“

Das Thema erstmaliger Sprung in die deutsche Eliteklasse wird aber weiter bei den Verantwortlichen gemieden. „Wir haben im nächsten Spiel die Chance, mit einem Sieg den Klassenerhalt klar zu machen. Dann können wir einmal über etwas anderes reden“, ergänzte FCH-Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald.

Auch wenn das Zahlenwerk den euphorisierten Fans durchaus genug Nahrung für den Traum vom großen Wurf liefert. Mit 37 Zählern nach 21 Spielen haben die Heidenheimer einen Klubrekord aufgestellt und mit sieben ungeschlagenen Spielen hintereinander einen weiteren Vereinsrekord eingestellt. „Das ist grandios, was die Mannschaft bisher erreicht hat“, lobte Sanwald.

Zudem haben die Schmidt-Schützlinge in den vergangenen 17 Partien immer getroffen, was wiederum der Ligatopwert ist. Und in den zurückliegenden sieben Begegnungen sind 17 Punkte herausgesprungen – damit ist der FCH für diesen Zeitraum Spitzenreiter. Und am kommenden Samstag (13 Uhr) kommt der aktuelle Klassenprimus Hamburger SV auf die Ostalb.

In Darmstadt feierte nach dem kurzfristigen Ausfall von Innenverteidiger Patrick Mainka (Grippe) das erst 19-jährige FCH-Eigengewächs Tobias Reithmeir sein gelungenes Profidebüt. „Es freut mich für ihn. Er hat das gut gemacht“, meinte Sanwald. Zudem erwies sich der Startelf-Einsatz von Robert Andrich als absoluter Glücksgriff. Er war bei den Saisontreffern neun und zehn von Top-Torjäger Robert Glatzel jeweils der maßgebliche Wegbereiter.

Einen Einstand nach Wunsch feierte unterdessen Neu-Trainer Stefan Leitl mit der SpVgg Greuther Fürth. Das neue Schlusslicht MSV Duisburg wurde durch Daniel Keita-Ruels spätes 1:0 (86.)bezwungen.