Hamburg Geburtstagskind Hamburger SV feiert sich selbst

Hamburg / DPA 01.10.2012

Als die wiedererstarkten HSV-Spieler auf dem zur Jubiläums-Gala führenden blauen Teppich einstigen Club-Größen wie Uwe Seeler oder Günter Netzer folgten, hatte dies Symbolcharakter.

Pünktlich zum 125. Geburtstag des renommierten Traditionsclubs haben die Nachfolger von "Uns Uwe" leise Hoffnungen geweckt, mal in deren Fußstapfen treten und wieder ein "großer HSV" werden zu können. "Ich sehe hier die Europacupsieger von 1983, einem der größten Erfolge des HSV. Da wollen wir wieder hin, auch wenn es noch etwas dauern wird", sagte Carl-Edgar Jarchow unter dem Jubel der euphorisierten Fans. In seiner launigen Rede dankte der Clubchef den HSV-Gründungsvätern, "dass sie diesen Verein nicht zwei Wochen früher gegründet haben."

Denn da war der HSV in der Liga noch ohne Punkte dem Tabellenende nah. Es folgten sieben Punkte aus den schweren Spielen gegen Meister Borussia Dortmund (3:2), in Mönchengladbach (2:2) und am Samstag das 1:0 gegen Hannover 96. Trainer Thorsten Fink warnte nach dem glücklichen Sieg über "96" inständig davor, "nun gleich schon wieder von Europa zu träumen." Der Liga-Dino hatte es gegen die stark in die Saison gestarteten Niedersachsen vor allem dem erneut überragenden Keeper René Adler zu verdanken, dass Artjoms Rudnevs (20.) früher Treffer zum Dreier reichte.

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