Meister? Wurden die Bayern, Pokalsieger auch. Die Mannschaft des Jahres 2019 war aber Eintracht Frankfurt. Die Hessen spielten eine grandiose Europa-League-Saison. Sie begeisterten tausende Fans auch in der Fußball-Bundesliga mit ihren Vollgasvorstellungen – und einem Sturmtrio, das als  „Büffelherde“ in die Geschichte einging. Luka Jovic, Sebastian Haller und Ante Rebic standen für Spielwitz, Unerschrockenheit und Wucht eines Teams, das sich an sich selbst berauschte und im Europacup erst im Halbfinale scheiterte, nach einem geradezu epischen Duell gegen Chelsea.

Auch in der laufenden Saison mischt die SGE international mit. In der Liga aber folgte der Absturz. Kein Wunder: Kein Team hat 2019 so viele Pflichtspiele bestreiten müssen wie die Elf von Coach Adi Hütter. Das hat Spuren hinterlassen. Nach dem 5:1-Triumph gegen die Bayern im November ging es bergab. Plötzlich war das halbe Team verletzt, der Rest schleppte sich mehr schlecht als recht in die Winterpause. Nun befindet sich die Eintracht im Abstiegskampf, mit dem sich der Klub auskennt.

Gut für die Hessen, dass sich die zuletzt verletzten Leistungsträger wie Nationalkeeper Kevin Trapp zurückmelden. Mit ihnen wird die Eintracht die Klasse halten. Für einen internationalen Startplatz reicht es in diesem Jahr aber nicht.