Für Löw bleibt die USA-Reise ein guter Test

SID 22.05.2013

Frankfurt - Die USA-Reise ist umstritten, die Aufmerksamkeit hält sich in Grenzen. Wenn die deutsche Nationalmannschaft heute um 9.15 Uhr von Frankfurt ins sonnige Miami aufbricht, steht die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw nicht im Mittelpunkt der Fußball-Welt. Der Trip bis zum 4. Juni mit den Länderspielen am 29. Mai in Boca Raton gegen Ecuador und am 2. Juni in Washington gegen die USA wird vom Finale in der Champions League überlagert.

Dass dieses Spiel massive Auswirkungen auf die USA-Reise hat, ist klar. Auf 13 Spieler aus München und Dortmund muss Löw verzichten, dazu kommen die in der Primera Division beschäftigten Real-Stars Mesut Özil und Sami Khedira. Dass der Kader als "Resterampe" abqualifiziert wurde, ärgert den Bundestrainer mächtig. "Die Spieler, die normal nicht so im Fokus stehen, haben die Chance sich zu bewähren", sagte Joachim Löw. Man habe in Deutschland "mehr als 20 gute Fußballer, die ich guten Gewissens in ein Flugzeug in die USA setzen kann".

Solche Reisen würden die Spieler "immer weiterbringen", ergänzte Teammanager Oliver Bierhoff. Auch bei ihm sorgen die Debatten für Verstimmung. "Das ärgert mich sehr", sagte er. Man müsse auch über die Alternativen nachdenken. Die Möglichkeit wäre gewesen, "zwei Wochen später beim offiziellen Fifa-Termin anzutreten".