Freiburg Die alte Leier und ein Loblied auf Krmas

Pavel Krmas bescheiden: Das hat gut geklappt. Foto: Getty
Pavel Krmas bescheiden: Das hat gut geklappt. Foto: Getty
Freiburg / DPA 12.02.2013
Typisch Freiburg. Der Sportclub ist Fünfter, hat 31 Punkte - und alle reden vom Klassenerhalt. Oder vom Siegtorschützen gegen Düsseldorf, Pavel Krmas.

Christian Streich schwelgte in höchsten Tönen von Pavel Krmas. "Er ist für uns ein Vorbild. Ich bin gottfroh, dass er da ist. Er ist menschlich und als Profi enorm wichtig." Es fehlte nur, dass der wie immer emotionale Trainer des SC Freiburg den Innenverteidiger nach dessen Siegtor zum 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf gebusselt hätte. Krmas blieb indes nach seinem dritten Bundesliga-Tor bescheiden: "Das hat einfach gut geklappt." Der baumlange Tscheche durchbrach mit seinem wuchtigen Kopfball die "Wand", wie Streich die Düsseldorfer Defensive beschrieb.

"Der richtige Mann hat das Tor gemacht. Pavel ist ein absoluter Vollprofi. Wenn er mal nicht auf dem Trainingsplatz steht, schämt er sich schon", hob Streich die wichtige Rolle des 32 Jahre alten Routiniers für die junge Mannschaft hervor.

So sehr Streich den Torschützen lobte, so sehr mauerte er beim Thema Europa League. Obwohl die Breisgauer auf Platz fünf vorgestoßen und damit ein Kandidat für den internationalen Wettbewerb sind, will der Coach von solchen Spekulationen nichts hören. "Ich beschäftige mich nicht mit der Europa League", versicherte er erneut. Und mit der Bundesliga-Tabelle angeblich auch nicht. Er wisse nur, dass Mainz genauso viele Punkte habe wie sein Team. "Und ich weiß, wie viele Punkte Fürth, Hoffenheim und Augsburg haben. Alles zwischendrin interessiert mich nicht."

Von den Spielern wagte nur Julian Schuster wenigstens etwas von der defensiven Linie abzuweichen. "Wenn man im April immer noch auf diesem Platz steht, kann man mal über andere Dinge sprechen, aber wir haben noch Februar", sagte der Mittelfeldmann. Ansonsten freuten sich die Freiburger, dem Ziel Klassenerhalt ein Riesenstück näher gekommen zu sein. Bei 15 Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang und 16 auf den ersten direkten Abstiegsplatz wirkt dies so langsam wie eine eintönige Leier.